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	<title>CSU &#8211; zitronenmarmela.de</title>
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		<title>#Generalstreik – Streiken für Schwarz-Grün?</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2024/01/02/generalstreik-streiken-fuer-schwarz-gruen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2024 16:56:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bauernproteste, Sternfahrten, Generalstreik. Warum AfD-Anhänger, trotz Distanzierungen von Bauernfunktionären, am kommenden Montag gemeinsam mit den Bauern demonstrieren sollten.
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<p><strong>Bauernproteste, Sternfahrten, Generalstreik. Warum AfD-Anhänger, trotz Distanzierungen von Bauernfunktionären, am kommenden Montag gemeinsam mit den Bauern demonstrieren sollten.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="506" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2024/01/Protest-1024x506.png" alt="" class="wp-image-967" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2024/01/Protest-1024x506.png 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2024/01/Protest-300x148.png 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2024/01/Protest-768x380.png 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2024/01/Protest.png 1117w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Einigkeit macht stark, Spaltung schwächt. </figcaption></figure>



<p>Für nächsten Montag (08.01.24) sind von Bauernverbänden Proteste und Sternfahrten in allen größeren Städten angekündigt. Weite Teile des Protestspektrums, das seit der Coronazeit gut vernetzt ist, hat sich solidarisch erklärt und ergänzt die Proteste durch eigene Aktionen und Protestaufrufe. Auf X läuft das alles unter dem Hashtag &#8222;Generalstreik&#8220;. Doch für einen echten Generalstreik ist es vermutlich noch zu früh; es geht uns wohl noch nicht schlecht genug. Aber strategisch ist nach wie vor richtig einen <a href="https://zitronenmarmela.de/2018/04/30/grossdemonstrationen-und-dann/">Generalstreik als Option im Gespräch zu halten</a>, um den aktuellen Protesten Nachdruck zu verleihen.<br><br>Doch Generalstreik hin oder her, es kommt aller Voraussicht nach etwas in Bewegung in Deutschland, was weit über reine &#8222;Bauernproteste&#8220; hinausgehen dürfte. Seit den Corona-Maßnahmen zieht das deutsche Volk jedenfalls keine Bahnsteigkarte mehr, <a href="https://zitronenmarmela.de/2021/08/07/demo-ohne-bahnsteigkarte/">wenn es auf dem Bahnsteig demonstrieren will</a>. Unklar ist allerdings das Ziel der aktuellen Proteste. Manche Bauernvertreter sind in die übliche Systemfalle gelaufen und haben sich eilfertig von der AfD distanziert. Das war zu erwarten und lief bei den Corona-Protesten anfangs auch nicht anders. Die Zeit geht regelmäßig über diese Distanzierungen hinweg. Denn wofür will man demonstrieren, wenn man dadurch nicht mindestens langfristig echte Opposition in Regierungsverantwortung bringt?<br><br>Eine deutschlandweite Großdemo – ein Generalstreik gar! – nur damit <a href="https://zitronenmarmela.de/2023/11/21/die-false-attacks-des-friedrich-merz/">Baerbock, Lang und Habeck gemeinsam mit Friedrich Merz</a>, statt mit Olaf Scholz, das Land weiter vor die Wand fahren? Oder soll der ganze Aufwand etwa nur dafür getrieben werden, um zum Grauen einer unionsgeführten GroKo zurückzukehren, die vor der Ampel mit der illegalen Massenmigration und dem Corona-Terror die größten politischen <a href="https://zitronenmarmela.de/2023/11/24/wir-werden-von-verbrechern-regiert/">Verbrechen</a> der Nachkriegszeit eingefädelt hat? Das ist keine wirklich erfüllende Perspektive, das wird auch den Protestieren – egal ob zu Fuß oder auf dem Traktor – schon bald klar werden. Und auch den Bauernfunktionären wird bald klar werden, dass nur Einigkeit stark macht und dass Spaltung schwächt.<br><br>Was kann der geplante Protest also mehr erreichen, als erneut die Unzufriedenheit im Lande sichtbar zu machen? Im besten Fall erzwingen die Bauern Neuwahlen, aus denen die AfD gestärkt hervorgehen dürfte. Sie stünde dann als stärkste Oppositionskraft einer GroKo oder schwarzen Ampel (Schwampel) gegenüber. Das wäre eine sehr gute Ausgangslage, weil Merz dann wirklich liefern muss und es nicht länger beim Talkshow-Populismus belassen kann. Für Deutschland wäre das in jedem Fall gut, denn entweder bewegt er etwas zum Besseren oder die Zustimmung zur AfD nimmt weiter zu; für CDU/CSU dürfte es dann existenzbedrohend werden.<br><br>Die kommenden Proteste bieten für die AfD daher eine sehr gute Gelegenheit, neue Wählerpotentiale zu erschließen. So hat es für diese Partei auch schon bei den Corona-Protesten funktioniert. Die AfD, die im ländlichen Raum ohnehin stärker ist als in den Städten, kann den Bauern ihre tatkräftige Solidarität demonstrieren und ein offenes Ohr für ihre Probleme anbieten. Sie kann zeigen, dass sie anders ist, als sie in den Systemmedien dargestellt wird. Gerade was den EU-Wahnsinn angeht haben die Bauern von CDU und CSU nichts anders zu erwarten als Lippenbekenntnisse. Nur die AfD ist auch in diesem Themenfeld die echte Alternative. Als Auftakt zum EU-Wahlkampf in diesem Superwahljahr kann die AfD sich nichts Besseres wünschen als diese Proteste.<br><br>Für Deutschland kann man nur hoffen, dass die Funktionäre und Mitglieder der AfD diese Gelegenheit als Chance begreifen, sich von halbgaren Distanzierungen mancher Bauernfunktionäre nicht abschrecken lassen, Kontakte zu den Bauern suchen und die Proteste nach Kräften unterstützen.</p>



<p></p>
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		<title>Die False-Attacks des Friedrich Merz</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2023/11/21/die-false-attacks-des-friedrich-merz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Nov 2023 19:52:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[Was ist von den Attacken des Friedrich Merz auf die Grünen zu halten?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Was ist von den Attacken des Friedrich Merz auf die Grünen zu halten?</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="400" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/11/BlackRock.png" alt="" class="wp-image-904" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/11/BlackRock.png 640w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/11/BlackRock-300x188.png 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Eine schwarz-grüne Koalition wäre eine Koalition von BlackRock mit BlackRock.&#8220; &#8211; Beatrix von Storch / Bildrechte: zitronenmarmela.de</figcaption></figure></div>


<p>&#8222;Merz attackiert Grüne&#8220;, &#8222;Merz erklärt Grüne zum politischen Hauptgegner&#8220;, &#8222;Merz fordert Graichen-Entlassung&#8220;, &#8222;Merz an Scholz: Werfen Sie die Grünen raus!&#8220; usw. – derartige Schlagzeilen häuften sich in letzter Zeit und wurden von der Systempresse begierig verbreitet. Gibt es da einen Umschwung in Union? Gibt es einen tatsächlichen Richtungswandel? Oder welchem Zweck dient das bald tägliche Getöse?<br><br>CDU und CSU sind auch unter Friedrich Merz weiterhin eine grüne Partei, die unter falscher Flagge segelt. Es geht dabei nur zum Teil um die Tatsache, dass alte Merkel-Seilschaften weiterhin auf allen Ebenen die Partei dominieren. Viel gefährlicher ist, dass auch Friedrich Merz, hinter seiner wirtschaftsliberalen Maske, ein Agent der grünen Agenda ist. Die Konfliktlinie innerhalb der Union verläuft zwischen Grün (Merz, Linnemann) und Grüner (Wüst, Günther, Polenz). Man kannte genau diese trojanische Verpuppung schon von der Merkel-CDU. Solange Merkel nicht Bundeskanzlerin war, hat auch sie gerne rhetorisch auf die Grünen eingedroschen, nur um dann die grünste Politik zu machen, die Deutschland bis dahin erlebt hat.<br><br>Nun sind seit Merkels erster Kanzlerschaft mehr als 18 Jahre vergangen und das politische Publikum in Deutschland scheint mehr als bereit, auf die gleiche Masche erneut hereinzufallen. Jugendliche Unerfahrenheit auf der einen und Demenz auf der anderen Seite des Altersspektrums machen es möglich, alle paar Jahrzehnte, mit den gleichen politischen Zaubertricks beim Publikum zu punkten.<br><br>Während bei der &#8222;False Flag&#8220; dem Publikum ein falscher Angreifer suggeriert wird, wird bei der &#8222;False Attack&#8220; ein Angriff vorgespielt, wo im Grunde gar keiner stattfindet. Letzteres passiert im politischen Raum tagtäglich. Deshalb ist es so verwunderlich, dass damit immer wieder so große Resonanz beim politischen Publikum erzielt werden kann. Es ist nichts anderes als ein Showkampf, wie beim Wrestling. Jeder weiß genau, wo die wirklichen Schmerzpunkte bei der gegnerischen Partei sind, die niemals überschritten werden. Und jeder Politikprofi hat Verständnis dafür, dass der &#8222;Gegner&#8220; seinen Anhänger eine Show liefern muss. Feindschaft innerhalb des Altparteienkartells zu suggerieren, ist daher immer profitabel: Es mobilisiert die Anhängerschaft aller Beteiligten. Deshalb werden derartige Konflikte zwischen Altparteien von der Systempresse immer gerne aufgegriffen und aufgebauscht. Somit ist auch bei sämtlichen Merz-Äußerungen in Richtung der Grünen klar: Keine dieser Äußerungen stünde einer Koalition mit den Grünen ernsthaft entgegen. Schon am Wahlabend könnten sich Grüne und Schwarze lachend in die Arme fallen.<br><br>Man darf auch nicht vergessen, dass Merz’ theatralisches &#8222;Ausscheiden&#8220; aus der Politik Anfang der 2000er Jahre nicht wirklich inhaltlich begründet war. Es ging um Macht und Ambition – unter Merkel kam der damalige Youngster aufgrund persönlicher Antipathien nicht wirklich zum Zug. Er hat sich damals schnell einen lukrativen Platz zum politischen Überwintern gesucht: Er fand ihn beim Finanzgiganten BlackRock. Diese Investmentgesellschaft verfügt nicht nur über ein Kapital, das zehn Prozent des globalen(!) BIP entspricht, sondern sie hat ihre Planungen in den letzten Jahren auch stark auf einen politischen Siegeszug der grünen Agenda ausgerichtet. Sollte dieser Siegeszug ausbleiben, so wäre dies eine finanzielle Mega-Katastrophe für BlackRock. Wie wahrscheinlich ist es also, dass der BlackRock-Zögling Merz auf eine Koalition mit den Grünen verzichten würde, sollte sich ihm die Gelegenheit dazu bieten? Wie wahrscheinlich ist es, dass jemand, der 16 Jahren als Lobbyist bei einem derart weltbeherrschenden Unternehmen gearbeitet hat, wirklich als freier und unabhängiger Mensch in die Politik zurückkehrt? Oder anders gefragt: Wie viel politische Naivität wollen wir uns eigentlich noch leisten?<br><br>Also nein, die ganzen Angriffe des Friedrich Merz auf seinen künftigen Koalitionspartner sind nichts als Show. Sie werden am Wahlabend bereits vergessen sein. Merz hat zwar Olaf Scholz zum Bruch der Koalition mit den Grünen aufgerufen, doch über die eigenen schwarz-grünen Koalitionen in den Ländern verlor er bisher kein kritisches Wort. Und diese unionsregierten Länder tun sich nun beispielsweise nicht gerade als Bremser der Deutschland zerstörenden Migrationspolitik hervor. Im Gegenteil sind die unionsregierten Länder allesamt willige Vollstrecker jeglicher Ampel-Zumutungen.<br><br>Auch im Bundestag belässt es die Union immer bei bloßer anti-grüner Rhetorik. Wenn es aber ernst wird, steht sie nach wie vor stramm an der Seite des grünen Projekts. So stimmte sie beispielsweise im Ältestenrat gegen die Einwände gegen zwei Ordnungsrufe gegen Frau von Storch, die diese für <a href="https://youtu.be/Ra8pet6BJ18?si=3jfLIwj9N6mDit7P" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ihre hervorragende Rede</a> erhielt, weil sie in dieser Rede &#8222;Tessa&#8220; Ganserer von den Grünen korrekt als &#8222;Herrn Ganserer&#8220; bezeichnete. Wie zur Merkel-Zeit geht in der Merz-CDU also weiterhin Machtpolitik vor Rechtsstaatlichkeit und demokratischer Fairness.<br><br>Man sollte auch nicht vergessen, dass Merz bereits 2020 gemeinsame <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_88127622/cdu-kandidat-friedrich-merz-regt-buendnis-mit-den-gruenen-an.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Koalitionen mit den Grünen</a> auf Bundesebene anregte, als das sogar in der Merkel-CDU noch unpopulär war, und es keine richtigen Gründe für eine solche Positionierung gab. Es wirkt rückblickend, als habe er damals schon seine grüne BlackRock-Agenda primen wollen. Das heißt, Merz wollte klarstellen, in welche Richtung die Reise mit ihm als Parteivorsitzenden grundsätzlich gehen soll. Und bis heute tut Merz tatsächlich auch alles dafür, der Union mittels &#8222;Brandmauer&#8220; konsequent alle Koalitionsoptionen jenseits der Linken und Grünen zu versagen.<br><br>Die sich in letzter Zeit häufenden Scheinattacken des Friedrich Merz auf die Grünen haben also vor allem die Funktion, dem Wähler Sand in die Augen zu streuen. Die <a href="https://youtu.be/R5VoOr7XRHQ?si=i_EPQrAjQ1NiMTu7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verbindung des BlackRock-Manns Friedrich Merz zu den BlackRock-Grünen</a> soll bis zum Wahltag aus dem Bewusstsein der Wähler verdrängt werden. An eine Schwarz-Grüne-Koalition auf Bundesebene soll so lange niemand mehr denken, bis sie nunmal da ist.</p>
<p><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F11%2F21%2Fdie-false-attacks-des-friedrich-merz%2F&amp;linkname=Die%20False-Attacks%20des%20Friedrich%20Merz" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_x" href="https://www.addtoany.com/add_to/x?linkurl=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F11%2F21%2Fdie-false-attacks-des-friedrich-merz%2F&amp;linkname=Die%20False-Attacks%20des%20Friedrich%20Merz" title="X" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_whatsapp" href="https://www.addtoany.com/add_to/whatsapp?linkurl=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F11%2F21%2Fdie-false-attacks-des-friedrich-merz%2F&amp;linkname=Die%20False-Attacks%20des%20Friedrich%20Merz" title="WhatsApp" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_telegram" href="https://www.addtoany.com/add_to/telegram?linkurl=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F11%2F21%2Fdie-false-attacks-des-friedrich-merz%2F&amp;linkname=Die%20False-Attacks%20des%20Friedrich%20Merz" title="Telegram" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F11%2F21%2Fdie-false-attacks-des-friedrich-merz%2F&amp;linkname=Die%20False-Attacks%20des%20Friedrich%20Merz" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F11%2F21%2Fdie-false-attacks-des-friedrich-merz%2F&#038;title=Die%20False-Attacks%20des%20Friedrich%20Merz" data-a2a-url="https://zitronenmarmela.de/2023/11/21/die-false-attacks-des-friedrich-merz/" data-a2a-title="Die False-Attacks des Friedrich Merz"></a></p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>Krall-Partei: FDP mit Brandmauer links</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2023/09/28/krall-partei-fdp-mit-brandmauer-links/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Sep 2023 12:21:24 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was Markus Krall jetzt versuchen will, haben schon viele vor ihm versucht und sind krachend gescheitert. Für eine neue FDP 2.0 ist weder das Wählerpotential vorhanden, noch gibt es genug politischen Raum für ein eigenständiges Programm. Der AfD kann die neue Partei daher kaum gefährlich werden; der FDP schon. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Was Markus Krall jetzt versuchen will, haben schon viele vor ihm versucht und sind krachend gescheitert. Für eine neue FDP 2.0 ist weder das Wählerpotential vorhanden, noch gibt es genug politischen Raum für ein eigenständiges Programm. Der AfD kann die neue Partei daher kaum gefährlich werden; der FDP schon.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="682" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Markus-Krall-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-891" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Markus-Krall-1024x682.jpg 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Markus-Krall-300x200.jpg 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Markus-Krall-768x511.jpg 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Markus-Krall.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Markus Krall hat &#8222;Überraschungen&#8220; angekündigt.</figcaption></figure>



<p>Man wird Markus Krall sicher nicht unterstellen können, dass er es nicht ernst meinen würde, mit seiner neuen Partei. Auch wird niemand ernsthaft behaupten können, dass er eine neue <a href="https://zitronenmarmela.de/2023/06/14/opposition-aus-der-retorte/">Scheinopposition</a> nach dem Wunsch des Systems aufzubauen gedenke. Denn mit seiner Ankündigung, dass seine Partei keine &#8222;Brandmauer&#8220; gegen die AfD errichten wird, macht er klar, dass er persönlich am undemokratischen Ausgrenzungsspiel &#8222;alle gegen einen&#8220; nicht teilnehmen will.<br><br>Anders sieht es da schon mit Kralls wahrscheinlichem Mitstreiter Hans-Georg Maaßen aus. Krall verbreitet derzeit täglich Fotos, auf denen er gemeinsam mit dem ehemaligen Leiter der Verfassungsschutzbehörde abgelichtet ist. Maaßen ist zwar beim herrschenden Politbüro der Altparteien selbst in Ungnade gefallen, kann aber dennoch seine Sozialisierung im Merkel-System bis heute nicht ganz ablegen. Noch 2021 <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/hans-georg-maassen-laesst-mitgliedschaft-in-werteunion-ruhen-a-35ede6d8-69d8-40fe-9ca0-eac68d5293b9" target="_blank">ließ er seine Mitgliedschaft in der sogenannten &#8222;Werte-Union&#8220; ruhen</a>, als diese den völlig honorigen Max Otte zu ihrem Vorsitzenden wählte. Otte wagte es bekanntlich, auf Anfrage der AfD für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren. Maaßen macht also von den Mechanismen der politischen Korrektheit durchaus selbst Gebrauch, wenn es ihm in den politischen Kram passt.<br><br>Krall hat auf X (vormals Twitter) weitere personelle Überraschungen angekündigt. Sicher wird der eine oder andere Ex-AfD-ler, der mittlerweile mit seiner Solokarriere krachend gescheitert ist, zu den weniger überraschenden &#8222;Überraschungen&#8220; dazu gehören. Wer von der Droge Politik einmal so richtig berauscht war, ist an einschlägigen Fixertreffpunkten immer wieder anzutreffen, sobald neuer Stoff auf dem politischen Markt angekündigt wird. Das Auftauchen von Anti-Flüglern in einer neuen Krall-Partei ist umso wahrscheinlicher, als die gescheiterte Ex-AfD-Prominenz durch die Bank dem selbsterklärten &#8222;liberalen Flügel&#8220; in der AfD angehörte und Krall als bekennender Libertärer hier so etwas wie eine FDP auf Steroiden und ohne Brandmauer zur AfD anbietet. Zudem hat Krall erklärt, auf keinen Fall mit Grünen oder Linkspartei zusammen arbeiten zu wollen, weil diese <a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/Markus_Krall/status/1706208830235852911" target="_blank">&#8222;keine demokratischen Parteien&#8220;</a> seien.<br><br>Eine solche Krall-Partei mag der AfD zwar kaum einen halben Prozentpunkt kosten. Für die schwächelnde Lindner-FDP dagegen wird eine solche Partei zum echten Überlebensrisiko. Denn viele Träume der wieder und wieder enttäuschten FDP-Wähler dürften in so einer Partei zumindest programmatisch wahr werden.<br><br>Krall trägt auch mit seinen ultimativen Appellen an die Mitglieder der Werte-Union weitere Unruhe in die <a href="https://zitronenmarmela.de/2023/07/01/merz-zwischen-allen-stuehlen/">völlig führungslose Merz-Union</a>. Diese versucht im rhetorischen Spagat, die AfD gleichzeitig zu verteufeln und zu kopieren. Nur von Gnaden eines Staatsfunks, der CDU/CSU bei dieser Strategie durch Wegsehen und Schweigen unterstützt, kann sie noch eine Weile über dem Abgrund schweben. <a href="https://zitronenmarmela.de/2023/09/22/der-leise-einsturz-der-brandmauer/">Der Absturz für die Union kommt aber unvermeidlich</a>.<br><br>Ebenso wenig wie Frau Wagenknecht ist auch ein Markus Krall alleine keine Partei. Wenn er bald, was anzunehmen ist, in &#8222;seiner&#8220; Partei umstellt ist von eingefleischten Parteisoldaten der Werte-Union und gescheiterten Ex-AfD-lern, wird sich zeigen, ob der politische Laie Krall seine Ankündigung, auf Brandmauern zur AfD zu verzichten, gegen diese &#8222;Politikprofis&#8220; wird durchsetzen können. Mit einem solchen Vorsatz sind schon ganz andere gescheitert. Ex-AfD-ler haben oft offene Rechnungen mit jener Partei zu begleichen, die sie aus dem Sattel warf. Und das etablierte Parteienkartell kennt in dieser Frage ohnehin kein Pardon – schon gar nicht für neue Mitspieler.<br><br>Für die AfD wird eine neue Krall-Partei langfristig vermutlich wenig gefährlich werden. Schon ihre Ankündigung schlug nicht die kleinsten Wellen in den sonst sehr nervösen sozialen Netzwerken. Sie erweitert lediglich den Pool jener Parteien, die als bewusste Konkurrenz zur AfD ins Rennen geschickt werden. Diese dürften sich aufgrund der Fünfprozenthürde zunehmend gegenseitig kannibalisieren. Nachdem die <a href="https://zitronenmarmela.de/2023/06/08/die-soziale-ausgrenzung-der-afd-ist-gescheitert/">soziale Ausgrenzung der AfD de facto gescheitert</a> ist, ist das Wählerpotential für den Pool der AfD-Plagiatsparteien noch weiter zusammenschrumpft, denn dort lebte man bis dato fast ausschließlich von eben dieser sozialen Stigmatisierung der AfD.<br><br>Im Hinblick auf die politischen Inhalte ist auch bis heute kein Raum zwischen der AfD und den Altparteien frei, der für eine erfolgreiche Parteineugründung ausreichen würde. Lucke, Petry und Meuthen mussten das am eigenen Leib erfahren. Sie sind mit ihrem im Grunde immer gleichen Konzept einer FDP 2.0, das Krall jetzt wieder neu aufzulegen versucht, allesamt krachend gescheitert.<br><br>Auch aufgrund der miterlebten Alleingänge der ehemaligen AfD-Sprecher, herrscht bei AfD-Anhängern und -Sympathisanten mittlerweile ein hohes Bewusstsein dafür, dass eine Zersplitterung des politischen Widerstands lediglich den derzeit herrschenden Kräften zugutekäme. Deutschland hat keine Zeit mehr für solche Experimente.</p>
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		<title>Der leise Einsturz der Brandmauer</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2023/09/22/der-leise-einsturz-der-brandmauer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2023 15:38:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der laute Knall, mit dem die Brandmauer in Thüringen tatsächlich fiel, fand in den Staatsmedien nur einen sehr leisen Widerhall. Das hat guten Grund, denn man weiß dort sehr genau, dass allein die AfD von einer geschwächten CDU profitieren würde. Doch die Union hat noch ganz andere Probleme: Die Dämonen ihrer Regierungszeit werden sie immer wieder einholen.]]></description>
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<p><strong>Der laute Knall, mit dem die Brandmauer in Thüringen tatsächlich fiel, fand in den Staatsmedien nur einen sehr leisen Widerhall. Das hat guten Grund, denn man weiß dort sehr genau, dass allein die AfD von einer geschwächten CDU profitieren würde. Doch die Union hat noch ganz andere Probleme: Die Dämonen ihrer Regierungszeit werden sie immer wieder einholen.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="564" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Das_wars_Leute-1024x564.png" alt="" class="wp-image-881" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Das_wars_Leute-1024x564.png 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Das_wars_Leute-300x165.png 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Das_wars_Leute-768x423.png 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Das_wars_Leute.png 1339w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Aufprall für die Union wird hart. / Bildrechte: zitronenmarmela.de</figcaption></figure>



<p>Wenn Wile E. Coyote durch den blauen Road Runner verleitet wurde, über einen Abhang in der Prärie hinauszurennen, dann stürzt dieser nicht sofort ab. Erst in dem Moment, wenn er nach unten schaut und bemerkt, dass sich unter seinen Füßen kein Boden mehr befindet, setzt der freie Fall ein. Zuweilen hat er sogar noch Zeit, ein Schild mit einer letzten Botschaft wie &#8222;That’s all folks!&#8220; (&#8222;Das war’s Leute!&#8220;) hochzuhalten. In Cartoons ist sowas möglich. In der Politik auch.<br><br>Die von Merz geführte Union aus CDU und CSU befindet sich gerade in diesem Stadium. Sie schwebt über dem Abgrund und glaubt, den Absturz verhindern zu können, indem sie sich weigert nach unten zu schauen. Verstärkt wird die Nicht-Absturz-Illusion noch dadurch, dass die Union durch die warmen Faulgase der zerfallenden Ampelparteien tatsächlich einen minimalen Auftrieb verspürt, den man doch so gerne mit eigener Stärke verwechseln möchte. Mantraartig wird vorgetragen, dass es mit der AfD &#8222;keinerlei Zusammenarbeit&#8220; gäbe, außer eben <a href="https://www.n-tv.de/politik/CDU-AfD-und-FDP-beschliessen-gemeinsam-ein-Gesetz-in-Thueringen-article24397435.html">dieser Zusammenarbeit in Thüringen</a>, von der man aber nicht sprechen mag. Rhetorik statt Realität. Solange man nicht hinschaut, ist das Problem auch nicht da.<br><br>Der staatliche Rundfunk und die gleichgeschalteten Altmedien helfen der Union nach Kräften dabei, nicht hinsehen zu müssen. Denn in den Rundfunkanstalten und Redaktionsstuben weiß man nur zu genau, dass jede Schwächung von CDU und CSU direkt in Profite für die AfD umschlagen würde. Der Einsturz der &#8222;Brandmauer&#8220; in Thüringen wurde so äußerst leise, nur mit pflichtgemäßer Empörung kommentiert, aber nichts darüber Hinausgehendes. Das erstaunt, wenn man weiß, zu welchem Furor und Geifer unsere Staatsmedien imstande sind.<br><br>Vor allem ersparte man Merz meist die bohrenden Fragen, die er niemals hätte plausibel beantworten können: Was wurde aus den Parteiausschlussverfahren, die er für jegliche Zusammenarbeit mit der AfD angekündigt hat? Wird jetzt die gesamte AfD-Fraktion in Thüringen aus der CDU ausgeschlossen?<br><br>Im Mainstreamkartell wußte man zu jeder Zeit, dass dieses Versprechen von Parteiausschlussverfahren im konkreten Anwendungsfall niemals haltbar sein würde. Denn selbst in unserer erodierenden Demokratie hat die Trennung von Partei und Fraktion, das sogenannte Freie Mandat, immer noch formal einen sehr hohen Stellenwert. Der Ausschluss aus einer Partei wegen eines Abstimmungsverhaltens im Plenum ist daher rechtlich so gut wie unmöglich. Erst recht gilt dies natürlich für geheime Abstimmungen, wie beispielsweise Personenwahlen.<br><br>Die Frage, die sich aus dieser Tatsache ergibt, ist vielmehr, warum die Abgeordneten von Union und FDP bis heute meist zu feige sind, von der Freiheit ihres Mandats auch Gebrauch zu machen. Und die Antwort auf diese Frage ist äußerst ernüchternd: Auch wenn kein Parteiausschluss möglich ist, sind die Karrierechancen innerhalb von Parteien schnell beendet, wenn das Abstimmungsverhalten auch nur etwas von der Parteilinie abweicht.<br><br>Warum diese Parteidisziplin jetzt aber endlich in Thüringen gebrochen wurde, hängt mit dem gleichen traurigen Egoismus der Mandatsträger zusammen: Die Karrierechancen innerhalb einer Partei sind nämlich egal, wenn diese Partei keine Mandate mehr erringen kann. Denn nur mit diesen Pöstchen ist ordentlich Staatsknete abzugreifen.<br><br>Die Brandmauer in Thüringen ist also nicht aus Sorge um unser Land gefallen, sondern aus Sorge um die persönlichen Pfründe der Abgeordneten. Den CDU- und FDP-Verbänden im Osten ist nämlich zunehmend klar, dass sie mit der Abgrenzung von der AfD bei ihren Wählern vor Ort nicht mehr punkten können. Sehr wohl kommt es beim dortigen Publikum aber gut an, gegen die eigene Parteiführung Politik zu machen und damit genau jene Unabhängigkeit und Stärke vorzuheucheln, die man sich seit mehr als zehn Jahren selbst versagt hat.<br><br>Merz zu dieser absurden Brandmauer-Politik zu drängen, war ein geschickter Schachzug des linksgrünen Rundfunks. So wird die linksgrüne Hegemonie gesichert, &#8222;no matter&#8220;, was der deutsche Wähler davon hält. Dass Merz dieses üble Spiel bis heute mitspielt, ist gelebter Ausdruck seiner charakterbedingten Führungsschwäche. Wie Coyote im Cartoon erkennt Friedrich Merz die Abgründe immer erst, wenn er bereits über ihnen schwebt.</p>



<p>In der CDU tobt derweil ein heftiger &#8222;Richtungsstreit&#8220;, der medial allerdings so gut es eben geht unter den Teppich gekehrt wird, denn lediglich die AfD könnte von diesem Streit profitieren. &#8222;Richtungskampf&#8220; in der Union bedeutet dabei heutzutage, dass sich Green-Lover Merz, <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_88127622/cdu-kandidat-friedrich-merz-regt-buendnis-mit-den-gruenen-an.html" target="_blank">der bereits seit 2020 mit den Grünen koalieren will</a>, mit noch grüneren Herausforderern wie Günther und Wüst herumschlagen muss. Es geht dabei lediglich um die Frage, ob die CDU grün oder grüner sein sollte, und ob man aus Marketinggründen im Wahlkampf zu einer blauen Verpackung greifen darf oder dem Wähler schon vor der Wahl reine grüne Jauche einschenken sollte.<br><br>Das Lager der grüneren Grünen in der CDU ist dabei vor allem im Westen extrem stark. Wo immer Merz durch AfD-Mimikry punkten will, fallen ihm die Priens und Polenze als Büchsenspanner von Wüst und Günther in den Rücken. Merz ist mittlerweile dermaßen führungsschwach, <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.ksta.de/politik/neues-cdu-logo-friedrich-merz-droht-landesverbaenden-650759" target="_blank">dass er im Grunde nicht mal mehr die Farbe der Briefumschläge allein aussuchen kann</a>, ohne einen handfesten Streit in der CDU auszulösen. Dass Merz als Kanzlerkandidat nicht taugt, ist in der CDU bereits ein offenes Geheimnis. Ob er sich als Parteivorsitzender noch lange wird halten können, ist äußerst fraglich.<br><br>Doch würde es viel zu kurz greifen, alle Schuld bei Friedrich Merz abzuladen, denn er ist mit einer gehörigen Erblast in dieses Amt gestartet. Bevor die Täterparteien CDU und CSU sich nicht mit dem von ihnen begangenem Unrecht in der Regierungszeit von Angela Merkel selbstkritisch auseinandersetzen, wird alles tagespolitische Gemache und Getue dieser Parteien hohl und leer bleiben. Es kann auch für Konservative kein richtiges Leben im Falschen geben.<br><br>Unzählige Gesetzesbrüche, Verbrechen, gesellschaftliche Spaltung und Landesverrat haben die Unionsparteien im Zuge der selbstgemachten Krisen während ihrer zurückliegenden Regierungszeit zu verantworten. Mit einem Selbstverständnis als &#8222;konservative&#8220; Parteien sind all diese Untaten langfristig absolut unvereinbar. Ohne einen handfesten politischen Exorzismus werden CDU/CSU immer wieder von den Dämonen ihrer unseligen Regierungszeit heimgesucht werden. Als Koalitionspartner darf eine ungeläuterte Union jedenfalls für keine politische Kraft infrage kommen, die es mit einer Rückkehr zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland ernst meint.<br><br>Es ist bis heute niemand in der CDU oder in der CSU erkennbar, der bereit und imstande wäre, den notwendigen Läuterungsprozess dieser Parteien in der notwendigen Schonungslosigkeit glaubwürdig einzuleiten. Das Schweben über dem Abgrund geht auch in der Politik irgendwann zu Ende. Der Absturz von CDU/CSU hat gerade erst begonnen.</p>
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		<title>Die Aiwanger-Show</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Sep 2023 13:20:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Alles funktionierte wie geplant: Skandalimpuls, Aufmerksamkeitslenkung, maximale Personalisierung des Wahlkampfs, komplette Ausblendung relevanter Sachthemen, komplette Ausblendung relevanter Opposition. Es gibt eine Gretchenfrage in der deutschen Politik, um Scheinopposition von echter Opposition trennscharf zu unterscheiden.]]></description>
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<p><strong>Alles funktionierte wie geplant: Skandalimpuls, Aufmerksamkeitslenkung, maximale Personalisierung des Wahlkampfs, komplette Ausblendung relevanter Sachthemen, komplette Ausblendung relevanter Opposition. Es gibt eine Gretchenfrage in der deutschen Politik, um Scheinopposition von echter Opposition trennscharf zu unterscheiden.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="937" height="611" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Die-Aiwanger-Show.png" alt="" class="wp-image-853" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Die-Aiwanger-Show.png 937w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Die-Aiwanger-Show-300x196.png 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Die-Aiwanger-Show-768x501.png 768w" sizes="(max-width: 937px) 100vw, 937px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wir haben das Kaninchen gerettet! Seht, wie stark die Magie unserer Masse wirkt! </figcaption></figure>



<p>Wenn der faule Zauberer verheimlichen will, wie das Kaninchen vor aller Augen aus dem Hut gezaubert wird, muss er ablenken. Dazu stehen ihm im Wesentlichen drei Möglichkeiten zur Verfügung: Magisches Gefuchtel mit seinen Armen (möglichst fern ab vom Geschehen), eine schöne, meist leicht bekleidete Frau, die plötzlich ins Scheinwerferlicht läuft, oder es gibt irgendwo einen lauten Knall mit Blitzeffekt.<br><br>Für das magische Gefuchtel fehlt der degenerierten Politikerkaste heute die Distanz zum Geschehen sowie das Charisma, um die Menschen damit in Bann zu ziehen; auch wenn ausgerechnet der greise Franz-Walter Steinmeier es wieder und wieder genau mit dieser Methode versucht. Als hübsche Frau muss, mangels anderer Optionen, immer wieder Frau Wagenknecht herhalten, die allerdings nicht immer präzise nach dem vereinbarten Skript spielt. Bleibt also nur der Knall mit Blitzeffekt.<br><br>Der politische &#8222;Skandal&#8220; innerhalb des Altparteienbiotops ist heute nichts als dieser Theaterdonner. Niemand wird jemals dabei verletzt. Selbst bei Verwicklung in kriminellste Handlungen muss heute kein Altparteienpolitiker mehr seinen erzwungenen Rücktritt fürchten. Doch unsere menschlichen Urinstinkte machen es uns unmöglich, selbst bei plump inszenierten &#8222;Skandalen&#8220; nicht hinzuschauen. Denn auch wenn jeder nur kurz in seiner politischen Aufmerksamkeit gebremst wird, entsteht am Ende ein riesiger medialer Gafferstau in den sozialen Medien, der dann selbst zum Phänomen wird.<br><br>Und so funktionierte auch diesmal alles wie geplant: Skandalimpuls, Aufmerksamkeitslenkung, maximale Personalisierung des Wahlkampfs, komplette Ausblendung relevanter Sachthemen, komplette Ausblendung relevanter Opposition. Im Laufe der Show nimmt dann die Solidarisierung mit dem handzahmen Kaninchen zu, das wie eine unschuldige Jungfrau wegen ein paar uralten, unkeuschen Zetteln im Schulranzen auf der Bühne angeblich zersägt werden sollte. Und am Ende dann der triumphale Einzug des unzerteilten Kaninchens im Bierzelt und in den Wahlumfragen. Das Publikum tobt.<br><br>Auch das alternative Publikum in den sozialen Medien jauchzt jetzt beglückt: Das hat nicht funktioniert! Wir haben das Kaninchen gerettet! Seht, wie stark die Magie unserer Masse wirkt!<br>– Doch nichts könnte falscher sein. Alles lief nach Plan.</p>



<p>Denn diejenigen, die jetzt jauchzen, sind oftmals die gleichen, die sich in wenigen Wochen, wenn die Show vorbei ist, die Augen reiben und resigniert behaupten werden, &#8222;wenn Wahlen etwas ändern würden, dann wären sie verboten&#8220;.<br><br>Doch warum sollte man Wahlen verbieten, wenn es doch völlig ausreicht, jene seltenen Parteien zu verbieten, von denen die &#8222;Gefahr&#8220; ausgeht, dass sich tatsächlich etwas ändern könnte? Und warum sollte man sich die undemokratische Blöße geben, eine Partei zu verbieten, wenn man sie genauso gut medial von der Bühne zaubern und gegen ein handzahmes Kaninchen austauschen kann? Oder ohne Metaphern gesprochen: Warum sollte man Wahlen oder Parteien verbieten, solange man Bürger noch so manipulieren kann, dass sie, entgegen ihren ureigensten Interessen, immer das Gleiche wählen und dabei auf ein anderes Ergebnis hoffen.<br><br>Es ist auch erschreckend zu sehen, wie sehr die aktuelle Aiwanger-Inszenierung der Aiwanger-Aufführung vor der letzten Bundestagswahl glich, als dieser sich damals nicht &#8222;impfen&#8220; lassen wollte. In der damals aufgeheizten Stimmung kam dieses Beharren auf selbstverständlichen Grundrechten einem Sakrileg gleich. Die AfD und &#8222;Die Basis&#8220; waren vor diesem &#8222;Skandal&#8220; die erste Adresse für Impfskeptiker. Es gab auch damals &#8222;Fragen&#8220;, &#8222;Konferenzen&#8220;, &#8222;Gespräche&#8220; und auch die bayrische Koalition stand angeblich infrage. Aiwanger wurde durch diesen &#8222;Skandal&#8220; zum personalisierten Impfskeptiker aufgebaut und das wird die wirklich impfkritischen Parteien einige Stimmen gekostet haben. Und nach der Wahl? Pustekuchen! Aiwanger hatte ratzfatz den &#8222;vollen Impfschutz&#8220;. Schwamm drüber. Vergeben. Vergessen. Und auch die Koalition in Bayern ging wie gehabt weiter.<br><br>Nebenbei: Wer sich an dieses Theater vor zwei Jahren nicht mehr erinnern kann, der wird sich schon gar nicht daran erinnern, wie vor fünf Jahren, also vor der letzten Bayern-Wahl, aus islamistischen Anschlägen auf ICE-Strecken der Deutschen Bahn kurzerhand Anschläge gemacht wurden, durch die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_84731058/rechtsextremer-koennte-hinter-anschlag-auf-ice-stecken.html" target="_blank">&#8222;Rechte vor der Wahl eine falsche Fährte legen wollten&#8220;</a>. Fast alle Hetzartikel und Stellungnahmen der Polizei mit diesem Tenor sind heute wie von Geisterhand aus dem Internet verschwunden. Nur noch in der Auslandspresse kann man von der späteren Festnahme des tatsächlichen Täters nachlesen: Der <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.nzz.ch/international/mutmasslicher-is-sympathisant-in-wien-wegen-anschlagsplaenen-in-deutschland-festgenommen-ld.1470483" target="_blank">Täter war Iraker,</a> wie es die Bekennerschreiben von Anfang an nahelegten. Diese orchestrierte Desinformationskampagne war ein handfester Medien- und Polizeiskandal, der dann nach der Wahl jedoch keinerlei Aufregung mehr verursachte und niemals aufgearbeitet wurde. Die Vergesslichkeit des Wählers ist seine Gummizelle.<br><br>Aiwanger ist mit der aktuellen Skandalinszenierung als Regierungspolitiker(!) jetzt also mal wieder zur Oppositionsikone aufgebaut worden. Eine solche Verdrehung muss man propagandistisch erst mal bewerkstelligen – Hut ab! Durch die aktuelle Skandalisierung seiner Person ist es für Aiwanger zudem überflüssig geworden, inhaltlich überhaupt irgendwelche inhaltlichen Festlegungen machen zu müssen, an denen er nach der Wahl gemessen werden könnte. Er wird auch deshalb für die CSU als Koalitionspartner so billig zu haben sein, wie niemals zuvor.<br><br>Wer substantielle Änderung bei der Asyl- und Einwanderungspolitik für dringlich hält und wer von Gendergedöhns, grünen Energie- und Klimaspinnereien die Nase voll hat, der wird mit dem Maulhelden Aiwanger (nach der Wahl) wieder nicht glücklich werden. Aber vermutlich hat der Wähler das in fünf Jahren dann auch wieder vergessen, weil Aiwanger dann wieder in einer neuen Show den &#8222;bösen Bullen&#8220; für den &#8222;guten Bullen&#8220; Söder mimen wird. Dieses eingespielte Duo ist einfach unschlagbar.<br><br>Zuletzt noch: Selbsternannte alternative Medienangebote scheuen sich meistens, Scheinopposition klar und deutlich als solche zu benennen. Lieber &#8222;solidarisieren&#8220; sie sich auch diesmal mit dem &#8222;angegriffenen&#8220; Aiwanger, weil sie das Wähler-Potential der &#8222;Freien Wähler&#8220; gerne als Leser-Potential für ihre jeweiligen Publikationen gewinnen würden. Doch wer als Vierte Gewalt an der Kontrolle der Instanzen mitwirken will, kann es sich ohne gravierenden Glaubwürdigkeitsverlust nicht leisten, die Dinge nicht klar beim Namen zu nennen. Alternative Medien, die bei diesem Schmierentheater als Aiwanger-Claqueure mitmachen, machen sich mitschuldig.<br><br>Es ist auch nicht so, als ob Scheinopposition von echter Opposition nicht klar zu unterscheiden sei, wie gerne als Schutzbehauptung vorgetragen wird. Denn es gibt eine Gretchenfrage in der deutschen Politik, die genau diese Trennschärfe bereithält. Und an dieser Frage scheitern alle Aiwangers, Kubickis, Wagenknechts und Merzens. Sogar viele Vertreter der sogenannten &#8222;Werte-Union&#8220; geben sich in dieser Frage peinliche Blößen: Sag, wie hältst du’s mit der AfD? Bist du zumindest zur <a href="https://zitronenmarmela.de/2023/03/25/querfront-als-antwort-auf-das-kot-kuchen-problem/">Zusammenarbeit in Sachfragen</a> bereit? Oder verteidigst du die Beutegemeinschaft der etablierten Parteien unter Inkaufnahme weiteren immensen Schadens an unserem Land und an unserer Demokratie?<br><br>Sachlicher, lösungsorientierter Diskurs ist oberste Demokratenpflicht. Wer demokratisch gewählte Volksvertreter systematisch von der sachlichen Problemlösung ausgrenzt, der ist jedenfalls kein Demokrat; der hat eine andere Agenda.</p>
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		<title>Merz zwischen allen Stühlen</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2023/07/01/merz-zwischen-allen-stuehlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jul 2023 13:52:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Originellste an der "Agenda für Deutschland" dürfte der Name sein. Wie ein Wasserzeichen ist im Titel als Abkürzung die AfD eingewebt. Das Kürzel verweist sogleich auf das Original. Merz nähert sich rhetorisch der AfD an, von der er sich doch so unbedingt distanzieren will. Der Kurs der Union wird immer unklarer. ]]></description>
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<p><strong>Das Originellste an der &#8222;Agenda für Deutschland&#8220; dürfte der Name sein. Wie ein Wasserzeichen ist im Titel als Abkürzung die AfD eingewebt. Das Kürzel verweist sogleich auf das Original. Merz nähert sich rhetorisch der AfD an, von der er sich doch so unbedingt distanzieren will. Der Kurs der Union wird immer unklarer.</strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="1036" height="668" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/07/DoppelterMerz.png" alt="" class="wp-image-795" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/07/DoppelterMerz.png 1036w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/07/DoppelterMerz-300x193.png 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/07/DoppelterMerz-1024x660.png 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/07/DoppelterMerz-768x495.png 768w" sizes="(max-width: 1036px) 100vw, 1036px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Merz gehts in alle Richtungen gleichzeitig. 
(Bildausschnitt einmal gespiegelt von European People’s Party, European People’s Party auf wikimedia, Lizenz: Creative Commons 2.0) </figcaption></figure>



<p>Man wusste schon bisher nicht so recht, wofür die Union unter dem CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz eigentlich noch steht. Seitdem Söder und Merz gemeinsam die &#8222;Agenda für Deutschland&#8220; proklamiert haben, weiß man es noch weniger. Tage zuvor hatte Merz einige Verwirrung gestiftet, indem er die Grünen zum &#8222;Hauptgegner in der Regierungskoalition&#8220; erklärte. Um der Inquisition der Staatsmedien zu entkommen, musste Merz sogleich die AfD vom &#8222;Hauptgegner&#8220; zum &#8222;Feind der Demokratie&#8220; hochjazzen.<br><br>Sein vermeintlicher neuer &#8222;Hauptgegner&#8220;, also die Grünen, waren bis vor wenigen Tagen noch sein erklärter Koalitionspartner. Sie sind es übrigens immer noch, allerdings soll gerade diese Tatsache offenbar durch den aktuellen Theaterdonner im Bewusstsein der Wähler überdröhnt werden. Was blieb, war der Eindruck, dass der CDU-Parteivorsitzende sich in einen Mehrfrontenkrieg verzettelt hat und Schwierigkeiten hat, zwischen lauter Gegnern, Feinden und potenziellen Koalitionspartnern zu unterscheiden. Merz hat sich zwischen alle politischen Stühle gesetzt.<br><br>Vermutlich haben die rasant ansteigenden AfD-Umfragewerte im Konrad-Adenauer-Haus einige Panikattacken ausgelöst. Doch es gibt für die Union noch eine weitere bedrohliche Entwicklung, der sie entgegensteuern muss: Die vor Wochen veröffentlichte <a rel="noreferrer noopener" href="https://youtu.be/R5VoOr7XRHQ" target="_blank">brillante Recherchearbeit von Beatrix von Storch</a> hat detailliert die Verbindungen von BlackRock zum Umfeld der Grünen aufgezeigt. Auch recherchierte sie das gigantische Investitionsvolumen, das BlackRock in Erwartung einer &#8222;grünen Transformation der Gesellschaft&#8220; bereits getätigt hat. Ohne als &#8222;Verschwörungstheoretiker&#8220; gelten zu müssen, darf man getrost annehmen, dass Merz als ehemaliger leitender Angestellter von BlackRock selbst noch stark mit diesem finanziellen Weltimperium vernetzt ist. Alles andere wäre naiv.<br><br>Dass Merz nun aber <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_88127622/cdu-kandidat-friedrich-merz-regt-buendnis-mit-den-gruenen-an.html" target="_blank">seit langer Zeit schon mit den Grünen koalieren</a> wollte, erscheint vor dem Hintergrund dieser neuen Informationen über das grüne NGO-Umfeld in einem völlig anderen Licht. Nicht politische Gemeinsamkeiten, sondern gemeinsame Profitinteressen sind offenbar das Erz, aus dem in der Bundesrepublik Koalitionen über politische Lagergrenzen hinweg geschmiedet werden. Frau von Storch brachte es auf die knackige Formel, dass eine Koalition von Merz mit den Grünen, eine &#8222;Koalition von BlackRock mit BlackRock&#8220; wäre.<br><br>Merz und seine Gefolgsleute würden die Offenlegung dieser Zusammenhänge sicher gerne vergessen machen. Was könnte da mehr helfen, als mit rhetorischen Platzpatronen die Grünen aufs Korn zu nehmen? Der Pulverdampf jedenfalls vernebelt die belastenden Zusammenhänge beim politischen Publikum. Eben noch Koalitionspartner der Herzen werden die Grünen jetzt von heut auf morgen zum &#8222;Hauptgegner&#8220; des chronischen Oppositionsverweigerers erklärt. Das tut den Grünen nicht wirklich weh – im Gegenteil, das schärft auch ihr politisches Profil. Gerne spielen sie also das Spiel mit und heulen empört auf.<br><br>Zum inszenierten Parteienstreit zwischen Union und Grünen gehört auch die schon eingangs erwähnte &#8222;Agenda für Deutschland&#8220; von CDU und CSU. Unter diesem Titel findet sich ein Sammelsurium politischer Allgemeinplätze, Worthülsen und wohlfeiler Forderungen (&#8222;gute Wirtschaftspolitik&#8220;, &#8222;Hightech Agenda&#8220;, &#8222;Steuerentlastungen&#8220; usw. usw.). Auch erkennbar undurchdachte und auf Effekt getrimmte Detailvorschläge, wie &#8222;Steuerfreiheit für Überstunden&#8220;, sollen darin zu finden sein. Solche Peinlichkeiten zeigen, dass diese &#8222;Agenda&#8220; mit heißer Nadel gestrickt ist. Sie ist auf mediale Wirkung angelegt, um dem Aufstieg der AfD wenigstens rhetorisch schnell etwas entgegenzusetzen. Sie ist alles andere als die grundsätzliche politische Neupositionierung der Union, die so dringend notwendig wäre.<br><br>So erinnert beispielsweise die Forderung nach der &#8222;Unterscheidung von illegaler und legaler Migration&#8220; lediglich daran, was CDU und CSU seit 2015 versäumt haben. Bis heute fehlt in der Union auch eine klare Verurteilung des von Merkel begangenen Unrechts in 2015. Der 11-Minuten-Applaus auf dem CDU-Parteitag in 2016 für diese Kanzlerin und ihre Unrechtspolitik ist immer noch im Gedächtnis der Bürger abrufbar. Und bis heute fehlt in CDU und CSU weiterhin jede Einsicht, dass die angestrebte Umformung Deutschlands in ein multikulturelles Einwanderungsland mit der unumkehrbaren Zerstörung unserer Kultur und unserer Traditionen einhergeht. Bis heute haben sich die &#8222;Schwesterparteien&#8220; nicht zu der Klarheit durchringen können, mit der Alexander Gauland als Parteivorsitzender der AfD bereits 2015 formulierte: Die Aufnahme von jährlich hunderttausenden Migranten &#8222;können und WOLLEN wir gar nicht schaffen&#8220;.<br><br>Das Originellste an der &#8222;Agenda für Deutschland&#8220; – und für die Union zugleich das Schädlichste – dürfte allerdings der Name dieses Papiers sein. Wie ein Wasserzeichen ist im Titel als Abkürzung die AfD, die Alternative für Deutschland, eingewebt. Das Kürzel verweist sogleich auf das Original. Wie mit einem dicken Pfeil zeigt die Überschrift des Pamphlets so auf eben jene Partei, von der man sich doch bei CDU und CSU so dringend abgrenzen möchte. Die Frage, warum man dann aber derart plump versucht, die AfD inhaltlich zu kopieren, werden Merz und Söder niemals plausibel beantworten können.<br><br>Die Linken und Grünen werden diese &#8222;Agenda&#8220; fortan als Beleg für die Annäherung der Union an die AfD anführen können. Man wird diese &#8222;AfD Agenda&#8220; der Union von linker Seite sogar mit einiger Berechtigung als verdecktes Signal der Koalitionsbereitschaft mit der AfD interpretieren können. Der konservative Wähler wird daher noch weniger wissen, wofür CDU und CSU heute eigentlich stehen. Politischer Eiertanz kam bei konservativen Bürgern aber noch niemals gut an. Diese Wähler werden sich früher oder später entweder für das grüne oder eben das blaue Original entscheiden, damit sie wissen, woran sie sind.<br><br>Bei denjenigen Bürgern, der derzeit ohnehin mit der Wahl der AfD liebäugeln, wird dieser schlechte Kopierversuch auch lediglich die Sehnsucht nach dem Original weiter verstärken. Denn es wird bei CDU/CSU weiterhin lediglich bei der Symptombehandlung bleiben: &#8222;Bekämpfung der Clan-Kriminalität&#8220; statt Remigration. Wohlfeile Kritik an Habecks bereits gescheitertem Heizungsgesetz statt der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zum Habeck-Graichen-Clan. Weitere Entlastungskosmetik statt Beendigung der EU-Schuldenpolitik und statt Beendigung der suizidalen Russland-Sanktionen.<br><br>Das obligatorische Bekenntnis der Parteispitzen von CDU und CSU zum &#8222;Klimaschutz&#8220; zeigt zudem, dass die Union die grüne Meinungshegemonie nicht ernsthaft infrage stellen möchte – das wär allerdings dringend nötig. Und auch keine der jetzt getätigten Ankündigungen würde einer zukünftigen Regierungsbildung mit den Grünen wirklich im Wege stehen. Eine Stimme für CDU oder CSU bleibt daher weiterhin eine Stimme für die Grünen. Es geht der Union jetzt lediglich darum, den Wählern mit der &#8222;Agenda&#8220; in dieser Frage etwas Sand in die Augen zu streuen.<br><br>Also nein, von der Union sind keine grundlegenden Kursänderungen mehr zu erwarten, egal wie viele &#8222;Papiere&#8220; sie noch verabschieden mag. Sie blinkt zuweilen nach rechts, bleibt aber in den zentralen politischen Fragen weiterhin in der Ideologie des linksgrün dominierten &#8222;Bündnis gegen Rechts&#8220; gefangen. Mit diesem Kurs ist die Union unter &#8222;Hoffnungsträger&#8220; Friedrich Merz jetzt in der ersten Umfrage wieder <a rel="noreferrer noopener" href="https://dawum.de/Bundestag/Wahlkreisprognose_de/2023-06-26/" target="_blank">auf die 24 Prozent zurückgefallen</a>, die sie auch bei der letzten Bundestagswahl erreichen konnte. Für ein solches Ergebnis hatte man Armin Laschet damals vom Hof gejagt.<br><br>Bei der Vorstellung der &#8222;Agenda für Deutschland&#8220; wurde übrigens mehr über München als über Deutschland geredet. Es ist Wahlkampf in Bayern. Das war der eigentliche Anlass für dieses &#8222;Papier&#8220;.</p>
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		<title>Die soziale Ausgrenzung der AfD ist gescheitert</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2023/06/08/die-soziale-ausgrenzung-der-afd-ist-gescheitert/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Jun 2023 19:42:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Lange Zeit haben sich die etablierten Parteien die Protestwähler durch die soziale Ausgrenzung der AfD vom Hals halten können. Doch die Stigmatisierung der AfD ist jetzt an ihr natürliches Ende gekommen. Die Protestwahl wurde als legitimer, demokratischer Ausdruck wiederentdeckt.]]></description>
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<p><strong>Lange Zeit haben sich die etablierten Parteien die Protestwähler durch die soziale Ausgrenzung der AfD vom Hals halten können. Doch die Stigmatisierung der AfD ist jetzt an ihr natürliches Ende gekommen. Die Protestwahl wurde als legitimer, demokratischer Ausdruck wiederentdeckt.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="379" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/06/blaueBlume.jpg" alt="" class="wp-image-740" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/06/blaueBlume.jpg 640w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/06/blaueBlume-300x178.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Frisches Blau vor altem Grau. Lizenz: Pixabay</figcaption></figure></div>


<p>Seit dem Tag der Gründung der AfD glaubten staatsnahe Medien im Verbund mit den Altparteien, dem Wähler vorschreiben zu können, dass er diese neue Partei nicht wählen darf. Es war nicht weniger als der Versuch, das demokratische Prinzip auf den Kopf zu stellen. Nicht der Wähler sollte mehr entscheiden dürfen, wer in Deutschland wählbar ist, sondern das politische Establishment beanspruchte diese zentrale Macht für sich selbst. Es zog dafür alle lauteren und unlauteren Register der politischen Auseinandersetzung. Von einem Putsch des Establishments gegen das Demokratieprinzip zu reden, ist nicht übertrieben. Das eigentlich Erschütternde bestand aber schon damals darin, dass diese Methode verfing. Dass nicht der Souverän – das Volk – sich diese Entmündigung von Anfang an verboten hat, zum Beispiel durch Protestwahl.<br><br>Wie viel mehr Erniedrigung und Demütigung durch die herrschende Politikerkaste das Volk noch zu ertragen bereit war, wurde dann in der Corona-Zeit für jedermann offensichtlich. Menschenwürde und Grundrechte legte man an der Garderobe des Impfzentrums ab. FFP2-Masken wurden von vielen wieder mit dem gleich Stolz und dem Gefühl des &#8222;richtig seins&#8220; getragen wie die anderen Uniformen in den deutschen Diktaturen zuvor. Und bis heute sind immer noch viel zu viele Deutsche widerspruchslos bereit, auf Befehl hin ihr klein Häuschen für Wärmepumpen zu verpfänden, mit denen endlich der Endsieg über das Klima und Russland zugleich errungen werden soll.<br><br>Doch in den letzten Wochen ist es zu einem erstaunlichen Umschwung gekommen. Nachdem der erwartete &#8222;heiße Herbst&#8220; weitgehend ausgefallen ist und auch der Frühling in Sachen Bürgerproteste eher verhalten blieb, scheinen die Bürger nun eine neue Form des effektiven Protests wiederentdeckt zu haben: Sie bekunden in Umfragen zunehmend ihre Zustimmung zur AfD. Und auch die Mitgliederzahlen der AfD steigen, trotz der unverhohlenen Drohung mit der Verfassungsschutzbeobachtung.<br><br>Warum sich jetzt immer mehr Menschen trauen, sich zur AfD zu bekennen, hat sicher sehr viele Ursachen, die hier nicht alle aufgeführt werden können. Die wichtigste Ursache ist aber: Auch wenn die politische Ausgrenzung der AfD fortbesteht, die soziale Stigmatisierung der AfD-Wähler ist final gescheitert.<br><br>Mit der politischen Ausgrenzungspolitik gegen die AfD sollte zweierlei erreicht werden: Zum einen sollte sichergestellt werden, dass die AfD niemals eine Machtoption als Koalitionspartner erhält. Zum anderen war sie die Voraussetzung, um die AfD und ihre Wähler auch sozial auszugrenzen und stigmatisieren zu können, nach dem Motto: Wer die AfD unterstützt, steht außerhalb des demokratischen und gesellschaftlichen Konsens. Er ist ein vogelfreier Außenseiter. Er darf schikaniert und mit gehässigsten Methoden ausgegrenzt werden. Dieses gegen die AfD erfolgreich etablierte Muster wurde in den Folgejahren auf &#8222;Ungeimpfte&#8220;, &#8222;Klimaleugner&#8220; und &#8222;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/ukraine-krieg-der-deutsche-lumpen-pazifismus-kolumne-a-77ea2788-e80f-4a51-838f-591843da8356" target="_blank">Lumpen-Pazifisten</a>&#8220; übertragen – und damit überdehnt.<br><br>Während bei Demonstrationen die Interpretation der Zahlen weitgehend den Medien überlassen bleibt, ist an den Zahlen bei (ungefälschten) Wahlen und Umfragen wenig zu deuteln. Die starken AfD-Ergebnisse, vor allem in Sachsen und Thüringen, haben dem deutschen Wähler eines exemplarisch vor Augen geführt: Eine soziale Ausgrenzung ist nicht möglich, wenn die Gruppe zu groß ist, die sie treffen soll.<br><br>Gegen die stärkste Partei in Thüringen, hinter der rund 30 Prozent der Bevölkerung stehen, sind Stigmatisierungen einfach nicht möglich, selbst wenn ihr Frontmann Björn Höcke heißt, der seit Jahren medial <a rel="noreferrer noopener" href="https://cdn.magazin.spiegel.de/EpubDelivery/image/title/SP/2020/7/260" target="_blank">dämonisiert</a> wird. Auch weniger politisierte Bürger fangen dann nämlich an, sich vor Ort <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.youtube.com/@BjornHockeAfD/videos" target="_blank">ein eigenes Bild zu machen</a> und es mit dem Zerrbild aus der Presse zu vergleichen. Es sind die staatsnahen Propagandamedien, die bei diesem Vergleich dann an Glaubwürdigkeit verlieren. Die AfD dagegen gewinnt zunehmend an Vertrauen und Zustimmung. Und der immer schon absurd gewesene Nazi-Vorwurf erntet in solchen Regionen allenfalls noch ein mildes Lächeln. Ein derart unsachlicher und plumper Vorwurf fällt bei solchen Kräfteverhältnissen nur noch auf diejenigen zurück, die ihn äußeren. Die Angst vor sozialer Stigmatisierung wurde in dieser Weise exemplarisch zuerst in Thüringen und Sachsen gebrochen.<br><br>Das Gleiche wiederholt sich jetzt bundesweit: 19 Prozent Zustimmung bedeuten, dass gut jeder fünfte deutsche Wähler die AfD wählen würde. 19 Prozent sind zugegebener Maßen immer noch eine Minderheit, aber diese Minderheit ist zu groß, als dass eine soziale Stigmatisierung noch verfangen würde. Denn es ist nicht nur eine abstrakte Zahl. Zusammengeschweißt durch den Furor des Corona-Regimes ist in Deutschland ein Gegenmilieu entstanden, das weit über die unmittelbare AfD-Anhängerschaft hinausreicht. Es versicherte sich gegenseitig des Schutzes gegen staatliche Willkür und gesellschaftliche Massenpsychosen aller Art. Egal, ob mal wieder ein Endsieg gegen ein &#8222;Virus&#8220;, das &#8222;Klima&#8220; oder doch – ganz klassisch – gegen &#8222;die bösen Russen&#8220; Staatsräson sein soll. Dieses Milieu ist gegen Propaganda mittlerweile immun geworden.<br><br>Da nun die soziale Stigmatisierung nicht mehr verfängt, bleibt dem politischen Establishment nur noch die politische Ausgrenzung als letzter Notbehelf. Will sagen: Die Altparteien ziehen sich darauf zurück, die AfD einfach nicht &#8222;mitspielen&#8220; zu lassen. Wie das beim Wähler ankommt, ist dabei egal, solange man weiter die Dienstlimousinen und Pfründe weiter unter seinesgleichen verteilen kann. Doch diese Strategie kann allenfalls zu einer Verschleppung immer größerer AfD-Erfolge führen. Verhindern wird sie diese nicht können. Denn der Wähler lässt sich auf Dauer nicht gerne erpressen.<br><br>Alle Forderungen nach Parteiverboten und sonstigen unlauteren Maßnahmen gegen die AfD werden fortan das Gegenteil des Beabsichtigten erreichen. Sie werden in den Reihen des politischen Establishments zwar weiterhin Applaus und Zustimmung produzieren, beim jetzt angstbefreiten Wähler aber zunehmend offen Widerspruch hervorrufen und damit noch mehr Zustimmung zur AfD generieren.<br><br>So bleiben den Altparteien letztlich nur zwei Wege, mit dem Erstarken der AfD umzugehen:<br><br>Der erste Weg wäre, die AfD endlich als demokratische Willensbekundung von rund 20 Prozent der Bevölkerung ernst zu nehmen. Das würde bedeuten, die AfD in den Parlamenten wie auch in den Medien endlich in demokratisch fairer Weise zu behandeln.<br><br>Der zweite Weg bestünde darin, den seit Merkel eingeschlagenen Kurs der Entfernung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit konsequent zu Ende zu gehen. Das würde bedeuten, die DDR 2.0 mit noch mehr Zensur, Überwachung und flächendeckenden Wahlfälschungen final zu vollenden, nur um sich die lästige demokratische Konkurrenz weiter vom Leibe zu halten.<br><br>Die Entscheidung, welchen dieser Wege Deutschland einschlägt, liegt derzeit politisch bei der Union. Friedrich Merz macht aber nicht den Eindruck, als habe er bereits verstanden, dass für echte Demokraten natürlich nur einer dieser beiden Wege gangbar ist. Und auch aus der Parteibasis von CDU/CSU sind seit der zweifachen Enthauptung der &#8222;WerteUnion&#8220; (Otte und Maaßen) keine nennenswerten Lebenszeichen mehr zu vernehmen. Wird sich die Union in dieser Frage aber falsch entscheiden, wird sie ihr demokratisches Erbe in Nachkriegsdeutschland final verraten. Im Falle eines Fortbestehens der Demokratie in Deutschland wird sie mit einer solchen Erbschuld im Gepäck fortan keine Rolle mehr spielen können.<br><br>Dem demokratisch gesinnten Bürger bleibt bis zur vollständigen Wiederherstellung demokratischer Gepflogenheiten in Deutschland jedoch nur die Möglichkeit, seinen Protest möglichst klar und unmissverständlich in seiner Wahlentscheidung zu artikulieren. Die einzig echte Oppositionspartei muss derweilen derart gestärkt werden, dass sie zur Einrichtung von Untersuchungsausschüssen (z.B. zu den diversen Corona-Verbrechen) nicht mehr auf Unterstützung von Abgeordneten aus den Täterparteien angewiesen ist. Die dafür notwendigen 25 Prozent sind jetzt bald bundesweit durchaus erreichbar.</p>
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		<title>Union am Scheideweg</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2023/05/28/union-am-scheideweg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2023 19:04:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist der ehemalige(?) BlackRock-Angestellte Merz frei und führungsstark genug, um den notwendigen Kurswechsel für CDU und CSU einzuleiten? Oder wird die "Brandmauer gegen rechts" innerhalb der Union weiter unkontrolliert erodieren?]]></description>
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<p><strong>Ist der ehemalige(?) BlackRock-Angestellte Merz frei und führungsstark genug, um den notwendigen Kurswechsel für CDU und CSU einzuleiten? Oder wird die &#8222;Brandmauer gegen rechts&#8220; innerhalb der Union weiter unkontrolliert erodieren?</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/05/germany-g0a15096c6_1280-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-729" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/05/germany-g0a15096c6_1280-1024x682.jpg 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/05/germany-g0a15096c6_1280-300x200.jpg 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/05/germany-g0a15096c6_1280-768x512.jpg 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/05/germany-g0a15096c6_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nach 16 Merkel-Jahren. Die Union trägt erhebliche Mitschuld am Zustand des Landes.
(Bild: Pixabay)</figcaption></figure>



<p>Die AfD eilt derzeit in der Sonntagsfrage von Höchststand zu Höchststand. In ersten Umfragen steht sie bei <a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/Wahlrecht_de/status/1662554051320459265/" target="_blank">18 Prozent</a> und wird zuweilen schon als <a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/Wahlrecht_de/status/1656922302708064262" target="_blank">zweitstärkste politische Kraft</a> in Deutschland eingeschätzt. Auch ihr <a rel="noreferrer noopener" href="https://dnews24.de/insa-sonntagsfrage-das-potential-der-afd-ist-gross-wie-nie/" target="_blank">Wählerpotential wächst</a> weiter: nur noch 58 Prozent können sich in der &#8222;negativen Sonntagsfrage&#8220; laut INSA auf keinen Fall vorstellen, die AfD zu wählen. Umgekehrt bedeutet dies, dass sich rund 42 Prozent der Wahlberechtigten eine politische Entwicklung vorstellen können, in der sie die AfD wählen würden. Die Ampel-Koalition in Berlin setzt gerade alles daran, eine solche Entwicklung in Deutschland herbeizuführen.<br><br>CDU/CSU können dagegen überraschenderweise kaum von der Chaos-Ampel profitieren. Sie pendeln bei Umfragewerten zwischen 28 und 31 Prozent herum. Solche Werte wurden zuvor auch unter dem Bundesvorsitzenden Armin Laschet erzielt, der gemeinhin als Fehlbesetzung galt.<br><br>Dass die Union als Oppositionsführer derzeit kaum Honig aus der Koalition der Deutschlandabschaffer ziehen kann, hat nur zum Teil mit den politischen Altlasten nach 16 Regierungsjahren unter Angela Merkel zu tun. Denn Wähler scheren sich leider kaum um politische Verantwortlichkeiten. Politiker können deshalb so verantwortungslos handeln wie sie wollen, weil sie sicher sein können, dass ihr &#8222;Geschwätz von gestern&#8220; nicht nur sie selbst, sondern auch den Wähler morgen nicht mehr interessieren wird. Wahlentscheidend ist also niemals das Vergangene, sondern immer nur die Aussichten für die Zukunft. Und in einer solchen strategischen Zukunftsfrage hat Merz die CDU (und implizit die CSU) in eine absolute Sackgasse manövriert: Bei seinem Amtsantritt hat er die große Chance verpasst, die Selbstfesselung der Union an das links-grüne Lager sofort und ein für alle Mal zu beenden.<br><br>Anfangs schrieben kritische Medien dieses Versäumnis noch Merz’ zauderndem und ängstlichem Charakter zu. Doch inzwischen liegt der Verdacht näher, dass Merz’ Anbiederung an die Grünen vielmehr in einer eiskalten Profit-Agenda begründet ist. Denn wie <a rel="noreferrer noopener" href="https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2023/klimapolitik-macht-geld/" target="_blank">Beatrix von Storch in der Jungen Freiheit</a> darlegte, ist der Finanzgigant BlackRock nicht nur in die Unionsspitze bestens vernetzt, sondern auch auf Seiten &#8222;grüner&#8220; NGOs vielseitig engagiert. Von Storch bezeichnete eine mögliche schwarz-grüne Koalition daher treffend als eine &#8222;Koalition von BlackRock mit BlackRock&#8220;.<br><br>Für ein solches schwarz-grünes Profitkartell stellt die klimaskeptische AfD natürlich ein maximales Renditerisiko dar. Aus diesem Blickwinkel erscheint das harte Vorgehen des Friedrich Merz gegen &#8222;Abweichler&#8220; wie Max Otte und Hans-Georg Maaßen in einem gänzlich anderen Licht. Es wäre ein Leichtes für Merz als Parteivorsitzenden gewesen, diese Parteiausschlussverfahren abzuwenden. Doch Merz wollte alles tun, um in der Frage der &#8222;Abgrenzung gegen rechts&#8220; glaubwürdig zu sein. Denn nur so wird die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_88127622/cdu-kandidat-friedrich-merz-regt-buendnis-mit-den-gruenen-an.html" target="_blank">Koalition mit den Grünen</a> jemals möglich sein, von der er schon so lange träumt. Dass Merz bis heute noch nicht den Rücktritt des Chaosministers Habeck gefordert hat, spricht ebenfalls Bände. So verhält sich kein Oppositionsführer, sondern das ist <a href="https://zitronenmarmela.de/2022/09/18/scheinopposition-erkennen/">Scheinopposition</a> wie aus dem Lehrbuch. Merz zeigt sich allzeit bereit, den Grünen als Koalitionspartner zur Seite zu stehen, sollten diese ihre Irrsinnsagenda in der Ampel nicht nachhaltig genug realisiert sehen.<br><br>Die starken Umfrageergebnisse für die AfD, das Stagnieren der Union sowie das Abrutschen von SPD und Grünen zeigen aber eines ganz deutlich: Die Wähler in Deutschland wollen weder eine Neuauflage der &#8222;GroKo&#8220; noch eine Koalition der Union mit den deutschfeindlichen, grünen Klima-Chaoten. Das grüne Zeitalter geht hierzulande unumkehrbar zu Ende. Die politischen Gravitationsfelder ändern sich grundlegend. Und die geistig trägen Parteien der vermeintlichen Mitte müssen darauf langsam mal reagieren. Ansonsten werden sie vom Wähler endgültig aus der Bahn geworfen werden.<br><br>Denn der Wähler hat es allmählich durchschaut: Eine Stimme für CDU/CSU ist heute immer auch eine Stimme für die Grünen. Dabei ist es unerheblich, ob die Union diese grüne Politik in einer direkten Koalition mit den Grünen umsetzt oder innerhalb einer &#8222;GroKo&#8220;. Denn die sechs Altparteien sind allesamt lediglich &#8222;six shades of green&#8220;. Nur die AfD ist die einzige dezidiert anti-grüne Partei in so ziemlich jedem Politikfeld.<br><br>Wer zum links-grünen Sumpf, der jetzt in der Habeck-Affäre zutage tritt, nicht großzügig Abstand hält, wird früher oder später mit in die Tiefe gerissen werden. Es wird für einen Friedrich Merz daher nicht ausreichen, hier und da vor Wahlen mit plattem Talkshow-Populismus einen auf &#8222;AfD light&#8220; zu machen. Gerade die bürgerlichen Wähler haben von jeglichem grünen Mist die Nase gestrichen voll. Sie wünschen sich von der Union viel eher eine Koalitionsabsage gegen die Grünen als gegen die AfD.<br><br>Und auch innerhalb der CDU-Parteibasis bekommt die sogenannte &#8222;Brandmauer gegen rechts&#8220; immer mehr Risse. Immer wieder gibt es lokale Zusammenarbeiten zwischen der AfD und abtrünnigen CDU-Verbänden, wie beispielsweise in <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.nordkurier.de/regional/mecklenburg-vorpommern/stralsund-will-kein-gendern-in-verwaltung-afd-antrag-kommt-durch-1472054" target="_blank">Stralsund</a>, als es um das schwachsinnige Gendern ging, oder in <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article242664377/Bautzen-CDU-stimmt-fuer-AfD-Antrag-Keine-Leistungen-fuer-ausreisepflichtige-Asylbewerber.html">Bautzen</a>, beim heiklen Thema der Unterbringung von &#8222;Flüchtlingen&#8220;. Nebenbei bemerkt: Es greifen <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article243059225/Lisa-Becker-Aerger-um-AfD-Stimmen-Abwahl-von-Gruenen-Beigeordneter-scheitert.html" target="_blank">sogar die Grünen</a> heute schon ungeniert auf AfD-Stimmen zurück, wenn es ihren Machtinteressen dient. Und ob der neue <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-kai-wegners-wahl-zum-regierenden-buergermeister-bodo-ramelow-kritisiert-mutmassliche-afd-stimmen-a-c156d917-510e-4be8-8b7c-fc62a6f41c3c" target="_blank">CDU-Bürgermeister</a> von Berlin ohne AfD-Stimmen tatsächlich ins Amt gekommen wäre, kann auch niemand mehr mit Sicherheit sagen.<br><br>Falls Merz als ehemaliger(?) Mitarbeiter von BlackRock also überhaupt die Freiheit dazu hat, muss er sich bald entscheiden, ob er die Union bewusst für neue strategische Optionen öffnet oder ob er diesen Prozess unkontrolliert und führungslos vonstattengehen lassen will. Doch bei dieser Frage geht es um mehr als bloße politische Strategie. Denn es war die Union höchstselbst, die unter Angela Merkel mit der Ausgrenzungspolitik gegen die AfD die Höllentore der gesellschaftlichen Spaltung geöffnet hat.<br><br>Seitdem unter Merkel die Ausgrenzung der AfD und ihre Wähler zur gemeinhin akzeptierten politischen Methode wurde, hat unser Land eine verhängnisvolle Entwicklung genommen: Diffamierungsbegriffe wie &#8222;Europahasser&#8220;, &#8222;Rassisten&#8220;, &#8222;Coronaleugner&#8220;, &#8222;Ungeimpfte&#8220;, &#8222;Putin-Knechte&#8220; und &#8222;Lumpen-Pazifisten&#8220; gehören heute zur politischen und journalistischen Alltagssprache. Diese Begriffe legen ein beschämendes historisches Zeugnis über unsere Zeitepoche ab. Und solange weiterhin den gewählten AfD-Volksvertretern systematisch der sachliche Diskurs und fairer parlamentarischen Umgang verweigert werden, wird auch ein gesellschaftlicher Heilungsprozess unmöglich sein. Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt kann in einer heterogener werdenden Gesellschaft nur auf der Grundlage von fairem, demokratischem Diskurs gedeihen.<br><br>Merz hätte nun die historische Chance, mit einer Rückkehr zu demokratischen Gepflogenheiten wenigstens einen Teil der geschichtlichen Schuld wiedergutzumachen, welche die Union in der Merkel-Ära unzweifelhaft auf sich geladen hat. Unser Land hätte den Einstieg in diesen Heilungsprozess dringend nötig. Um Missverständnisse zu vermeiden: Das wäre lediglich ein zaghafter Anfang, die klaffende Wunde in unserer Gesellschaft an der Stelle zu heilen, an der sie erstmals auseinander riss. Abgeschlossen wäre der Heilungsprozess damit noch lange nicht.</p>



<p>Ob Merz den Mut zu diesem Neuanfang findet, ist mehr als fraglich. Falls nicht, wird die Union den Weg der anderen europäischen Christdemokraten gehen und in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Das muss dann als Trost erst mal reichen.</p>
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		<title>Scheinopposition erkennen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2022 13:51:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Dem deutschen Wähler dämmert, dass er hinters Licht geführt wird. Es wird Zeit hinter den Vorhang zu schauen und die Mechanismen näher zu betrachten, mit denen dies geschieht: Die Scheinopposition ist die stärkste Manipulationswaffe im Arsenal des globalistischen Parteienkartells in Deutschland.]]></description>
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<p><strong>Dem deutschen Wähler dämmert, dass er hinters Licht geführt wird. Es wird Zeit hinter den Vorhang zu schauen und die Mechanismen näher zu betrachten, mit denen dies geschieht: Die Scheinopposition ist die stärkste Manipulationswaffe im Arsenal des globalistischen Parteienkartells in Deutschland.</strong></p>


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<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="360" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/09/TheaterUndTod.jpg" alt="" class="wp-image-498" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/09/TheaterUndTod.jpg 640w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/09/TheaterUndTod-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Schaupieler wechseln, das Stück bleibt dasselbe / Foto: geralt auf pixabay.com / Lizenz: pixabay-Lizenz</figcaption></figure></div>


<p>„Die Schauspieler wechseln, aber das Stück, das aufgeführt wird, bleibt dasselbe“, so lautet heute ein populärer Einwand gegen die „real existierende“ Demokratie in Deutschland.<br><br>Nicht selten vernimmt man von den gleichen Mitbürgern, die solche Skepsis äußern, wenige Sätze später ernstgemeinten Zuspruch für Sahra Wagenknecht, Aiwanger, Kubicki, Merz oder ähnliche Protagonisten. Da fragt man sich schon, wieso die hier offensichtliche kognitive Dissonanz den Betreffenden selbst nicht auffällt.<br><br>Man muss solche Politiker nicht gleich für „Marionetten“ halten, um sich zu fragen, ob sie durch fremde Interessen korrumpiert sind. Mit etwas Mühe kann man heute zu jedem Politiker Hintergründe und Kontakte selbst recherchieren. Dann erfährt man beispielsweise von <a rel="noreferrer noopener" href="https://achern-weiss-bescheid.de/2021/08/03/liste-aller-global-leaders-aus-deutschland/" target="_blank">Kubickis Teilnahme am „Young Global Leaders Programm“</a>. Bei Friedrich Merz ist seine Verbindung zur Oberfinanzheuschrecke BlackRock hinlänglich bekannt. Bei vielen anderen exponierten Parteipolitikern findet man Teilnahmen an Bilderberg-Konferenzen, eine enge Vernetzung mit der Atlantik-Brücke oder andere anrüchige Verstrickungen. Politiker in dieser Art zu hinterfragen ist völlig legitim, zumal wir von diesen regiert werden, sie also Macht über uns ausüben.<br><br>Jedoch sollte sich die politische Urteilsbildung nicht in solch vordergründigen Befunden erschöpfen, denn dies käme einer „Kontaktschuld“ gleich, die ein Kennzeichen totalitären Denkens ist. Als „Anfangsverdacht“ mögen solch zweifelhafte Verbindungen zwar tauglich sein, aber um zu klareren Urteilen zu kommen, ist das biblische Diktum „an ihren Taten werdet ihr sie erkennen“ wesentlich zielführender.<br><br>Zu den wirklichen Taten eines Politikers gehört unter anderem sein Abstimmungsverhalten im Parlament. Doch damit darf man es sich auch nicht zu einfach machen. So stimmt beispielsweise ein Kubicki gerne zweifelhaften Gesetzesvorlagen zu, solange er meint, dass dies von seiner Anhängerschaft nicht wahrgenommen oder bis zur nächsten Wahl wieder vergessen wird.<br><br>Um noch ein weiteres Beispiel für ein irreführendes Abstimmungsverhalten zu nennen: Die Merz-CDU stimmte neuerdings im Bundestag zwar einstimmig gegen das schändliche Infektionsschutzgesetz, doch nur, um es dann wenig später im Bundesrat mit der notwendigen Stimmenmehrheit zu verabschieden. Die öffentliche Aufmerksamkeit bei der ersten Abstimmung war hoch, bei der zweiten Abstimmung im Bundesrat dagegen erwartbar gering. Politiker haben ein sehr feines Gespür für die Wirkung auf ihr Publikum.<br><br>Echte Opposition erweist sich am Stimmverhalten also erst dann, wenn es auf die Stimmen auch ankommt. Solange die Mehrheitsverhältnisse klar sind, dienen abweichende Gegenstimmen allein als moralisches Feigenblatt für einzelne Abgeordnete. Man darf sich auch überhaupt keine Illusionen darüber machen, dass Politiker die Mehrheitsverhältnisse in Parlamenten nicht sehr genau einschätzen könnten.<br><br>Wenn es mal wirklich auf sie ankommt, entlarven sich letztendlich alle Kubickis, Wagenknechts und Merzens: Wenn es hart auf hart kommt, siegt bei diesen immer die „Fraktionsdisziplin“ über die Moral. Abweichendes Abstimmungsverhalten leistet man sich als Inhaber eines „freien Mandats“ nur dann, wenn um es ohnehin nicht darauf ankommt, oder wenn man seine politische Karriere bald zu beenden gedenkt.<br><br>Auch wechselt man sich mit der Ablehnung umstrittener Positionen im Altparteien-Zirkus sehr geschickt ab. Man kann als Wähler kaum noch wissen, welcher Altparteienpolitiker aktuell für welche Position steht. Selbst Worte ändern ihre Bedeutung im Tagesrhythmus. Wer kann schon sagen, wofür das Wort „Solidarität“ heute steht? Wer weiß, ob es „für den Frieden“ heute nötig ist, Waffen zu liefern oder Waffenlieferungen zu stoppen?<br><br>Wie bei Hütchenspielern die Kugel unter den Streichholzschachteln, so wandern die inhaltlichen Positionen zwischen den etablierten Parteien und Politikern lautlos umher. Auf diese Weise wird von den globalistisch orientierten Parteien sichergestellt, dass es niemals zu einem grundlegenden inhaltlichen Kurswechsel kommen kann. Der Bürger kann nur staunend zuschauen, was mit seinem artikulierten „Wählerwillen“ nach der Wahl so alles angestellt wird.<br><br>Man muss heute auch erkennen, dass öffentlicher Streit innerhalb des Altparteienkartells keinesfalls echte Konflikte widerspiegelt, sondern vielmehr als dramaturgisches Stilmittel genutzt wird. Wie zwischen den Catchern beim Wrestling muss dabei nicht jeder „Move“ vorab genau festgelegt sein. Man versteht sich blind und kann daher zuweilen auch improvisieren, was besonders lebensecht wirkt. Doch das Ergebnis steht von vornherein fest. Alles bleibt im abgesteckten Rahmen.<br><br>Als Herr Aiwanger beispielsweise vor der Bundestagswahl medienwirksam die Impfung verweigerte und Ministerpräsident Söder darauf mit lautem Gepolter reagierte, diente dieser Theaterdonner lediglich dazu, die Glaubwürdigkeit Aiwangers als „Impfskeptiker“ zu erhöhen. Söder ist ein wahrer Meister solcher Inszenierungen. Hierdurch sollte das mit der Ablehnung der Impfpflicht verbundene Wählerpotential für die regierende Koalition eingefangen werden, welches zu echten Oppositionsparteien abzuwandern drohte.<br><br>Dass Aiwanger sich dann nur kurz nach der Wahl doch impfen ließ, macht deutlich, wie sehr Politiker in Deutschland darauf vertrauen können, dass es ihrem Publikum an politischem Langzeitgedächtnis mangelt. Wie die Zuschauer einer Zaubervorstellung sind deutsche Politikkonsumenten gerne bereit, der medialen Aufmerksamkeitslenkung brav zu folgen. Zu fragen, woran soll ich mich nicht erinnern, wo soll ich nicht hinschauen oder gar auf eigene Faust einen Blick hinter den Vorhang zu riskieren, das scheint ihnen ungehörig.<br><br>Ein solch offener Verrat, wie man ihn in Aiwangers Fall beobachten konnte, ist in letzter Zeit öfter zu beobachten. Er zielt auf eine gewisse Art der Demobilisierung. Unter Inkaufnahme persönlichen Ansehensverlusts, werden in der Sache scheinbar vollendete Tatsachen geschaffen. Wer also zum Beispiel in der Frage der Impfung seine letzten Hoffnungen auf den Altparteienpolitiker Aiwanger setzte, wird hart mit Resignation zu kämpfen gehabt haben; viele Menschen fallen gemeinsam mit ihren „Helden“ und fügen sich dann ergeben in ihr vermeintliches Schicksal. Auch so funktioniert Theater.<br><br>In ähnlicher Weise versuchte kürzlich Annalena Baerbock mit ihrer Aussage „egal was meine deutschen Wähler darüber denken“, ihre treuen Anhänger vor vollendete politische Tatsachen zu stellen. Sie wollte so den ohnehin siechen Pazifismus der Grünen ein für allemal beerdigen. Ob Annalena dieser Auftritt wirklich gelungen war, darf nach dem Presseecho in den politischen Feuilletons durchaus bezweifelt werden.<br><br>Die politischen Talkshows in den staatlichen Medienanstalten dagegen leisten sich solche Patzer eher selten. Sie machen ihrem Namen alle Ehre: Sie sind perfekt inszeniert – der „Talk“ ist nichts als Show. Eine der Oppositionsparteien, die derzeit immerhin schon von 14 Prozent gewählt würde, darf dort gar nicht mehr selbst zu Wort kommen. Die Thesen der AfD werden stattdessen in entschärfter Form von Scheinoppositionellen wie Merz, Wagenknecht und Kubicki zu Gehör gebracht. Als „Guter-Bulle-Böser-Bulle-Spiel“ ist diese Form des Schauspiels im Volksmund bereits bekannt. Auch wenn diese Bezeichnung dem Krimi-Genre entlehnt ist, spannend ist daran nichts. Das Ergebnis und die Schlüsse, die der Zuschauer ziehen soll, stehen, wie bei jedem Drehbuch, von Anfang an fest. Und egal welchem Diskutanten der Zuschauer seine Zustimmung letztendlich auch gewähren mag, alles bleibt stets im „erlaubten“ Rahmen. Das englische Wort dafür ist Framing.<br><br>In ähnlicher Weise muss man auch die derzeitigen Veranstaltungen der Linkspartei als bloße Inszenierung von Protest einordnen. Fast wortgleich zur AfD wird bei den Linken ein „heißer Herbst“ angekündigt. Doch es gibt gravierende Unterschiede zwischen den beiden Parteien. Während die Linkspartei zwar die Symptome ganz ähnlich wie die AfD beschreibt, ist eine Benennung der politischen Ursachen dort nicht erwünscht. An der EZB-Geldpolitik, an der sogenannten Energiewende, an den Kosten für die Migrationspolitik sowie an der suizidalen Sanktionspolitik will man bei der Linkspartei nicht wirklich etwas ändern. Man fordert lediglich mehr oder andere „Entlastungen“, also mehr politische Theaterschminke auf Kosten des Steuerzahlers.<br><br>Wer Plakate wie „Nord-Stream 2 öffnen“ oder „AKW-Laufzeiten verlängern“ zu solchen Veranstaltungen der Linkspartei mitbringt, muss damit rechnen, dort unfreundlich abgewiesen zu werden. Diese Schauveranstaltungen der Linkspartei sollen lediglich als Ventil für den Bürger dienen, damit dieser „Dampf ablassen“ kann, ohne dass sich politisch wirklich etwas ändern muss. Deshalb gilt auch beim Demonstrationsbesuch: trau, schau, wem! Sonst wird man schnell selbst zum Statisten einer Farce.<br><br>Um also nicht selbst mitwirkender Teil dieses unwürdigen Schauspiels zu werden, das derzeit dargeboten wird, ist es unumgänglich, uns mehr und mehr für die Erkennung von Scheinopposition zu sensibilisieren. Es ist dabei sehr wichtig, sie von echter Opposition zu unterscheiden lernen. Denn wenn wir das Kind mit dem Bade ausschütten, wenn wir uns komplett von jeglicher politischen Opposition abwenden, berauben wir uns wirksamer Möglichkeiten, das Schauspiel als solches zu enttarnen und somit zu beenden. Tatsächliche Opposition erkennt man am leichtesten an der Verbissenheit, Unfairness und an der<a href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1202342/umfrage/straftaten-gegen-parteirepraesentanten/"> kriminellen Energie, mit der sie vom Establishment bekämpft und ausgegrenzt wird.</a> Echter Opposition will man „niemals eine Bühne bieten“. Das Stück, das aufgeführt wird, soll auf ewig dasselbe bleiben.</p>
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