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	<title>Merkel &#8211; zitronenmarmela.de</title>
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		<title>Der Zerfall der CDU</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Feb 2024 11:35:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Merz ist mit der Entgrünung der CDU final gescheitert. Ob er sie überhaupt jemals ernsthaft vorhatte, ist ohnehin fraglich. Die Werteunion kann keinen echten politischen Raum besetzen. Sie ist ein Projekt von gescheiterten Berufspolitikern auf der Suche nach neuen Karrieremöglichkeiten.]]></description>
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<p><strong>Merz ist mit der Entgrünung der CDU final gescheitert. Ob er sie überhaupt jemals ernsthaft vorhatte, ist ohnehin fraglich. Die Werteunion kann keinen echten politischen Raum besetzen. Sie ist ein Projekt von gescheiterten Berufspolitikern auf der Suche nach neuen Karrieremöglichkeiten.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2024/02/merkel-2906016_1280-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-996" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2024/02/merkel-2906016_1280-1024x682.jpg 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2024/02/merkel-2906016_1280-300x200.jpg 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2024/02/merkel-2906016_1280-768x512.jpg 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2024/02/merkel-2906016_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sie ist wieder da. Seit dem Auszug der Wertunion haben die Merkeltreuen Oberwasser in der CDU. / Bildlizenz: Pixabay-Inhaltslizenz. </figcaption></figure></div>


<p>Friedrich Merz wurde mit dem inhärenten Auftrag zum Parteivorsitzenden gewählt, die Entmerkelung und Entgrünung von CDU/CSU einzuleiten. Er sollte die Union aus der politischen Sackgasse des totalitären Linkskurses führen, in die seine DDR-sozialisierte Amtsvorgängerin diese einstmals große Partei geführt hat. Mit der Gründung der Werteunion als Parteiabspaltung kann man Merz in dieser Hauptaufgabe getrost als gescheitert bezeichnen.<br><br>Allerdings war Merz schon immer mehr eine Projektionsfläche der CDU-Anhänger für derartige Wendewünsche, als dass Merz selbst diese verinnerlicht hätte. Bereits 2020 warb Merz – ohne jegliche Not – für die Offenheit <a href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_88127622/cdu-kandidat-friedrich-merz-regt-buendnis-mit-den-gruenen-an.html">für schwarz-grüne Koalitionen auch auf Bundesebene</a>. Das hatte sich bis dato nicht mal Frau Merkel in dieser Offenheit getraut. Über sein BlackRock-Engagement dürfte bei Merz die Verbindung zu den BlackRock-Grünen nicht so sehr auf ideologischer Nähe beruhen wie bei seiner Amtsvorgängerin. Vielmehr dürften handfeste wirtschaftliche <a href="https://youtu.be/R5VoOr7XRHQ?si=WlMLCFQPLsXBIa4C">Profitinteressen einer transnationalen Groß- und Finanzindustrie</a> die Grundlage einer schwarz-grünen Koalition unter Merz bilden.<br><br>Merz versuchte zwischenzeitlich seine Verbindung zu den BlackRock-Grünen durch <a href="https://zitronenmarmela.de/2023/11/21/die-false-attacks-des-friedrich-merz/">rhetorische Scheinattacken</a> auf dieselben vergessen zu machen. Nach dem Auszug der WU hat sich das Gleichgewicht innerhalb der CDU allerdings massiv verschoben. Merz ist nunmehr umstellt von lauter Überzeugungsgrünen, wie Günther, Wüst, Prien und Polenz, denen der Profitgrüne Merz einfach nicht grün genug ist. Mit dem Auszug der WU fehlt fortan in der CDU jegliches Gegengewicht zu diesem Netzwerk aus treuen Merkelisten. Will Merz sich in dieser vergrünten Rest-CDU überhaupt noch im Sattel halten, wird er wieder Kreide fressen und sogar die rhetorische Scheinbekämpfung der Grünen einstellen müssen. Mit der <a href="https://www.n-tv.de/politik/Merz-gibt-Schwarz-Gruen-eine-Koalitions-Chance-article24711391.html">Erneuerung seiner schwarz-grünen Koalitionsabsicht</a> hat er den ersten Schritt auf diesem Weg gemacht.<br><br>Die Werteunion taucht übrigens bisher nicht in den Umfragen auf. Auch im Bereich der „Sonstigen Parteien“ gibt es keine markanten Bewegungen. Anders verhielt es sich bei der BSW, die seit dem Tag ihrer Gründung in Umfragen zwischen 3 und 8 Prozent zugesprochen bekam. Mag sein, dass man in der WU der gleichen Halluzination zum Opfer gefallen ist, der zuvor schon Lucke, Petry und Meuthen erlagen: zwischen CDU und AfD ist kein relevanter politischer Themenraum frei, den man eigenständig besetzen könnte. Dies gilt umso mehr, als die AfD den stärksten Spannungsraum, der zwischen ihr und der Union bestand, strategisch äußerst geschickt entschärft hat, indem sie ihre Dexit-Forderung mit der Forderung nach einer Volksabstimmung über diese Frage verbunden hat.<br><br>Dem Start der Werteunion liegt wahrlich kein Zauber inne. Die AfD fand mit der „alternativlosen“ merkelschen Eurorettung ihr Gründungsthema, das ihr nicht nur den Namen, sondern auch den Schwung gab, den eine Parteineugründung braucht. Die WU dagegen hat kein initiales Thema, das diese zweite Parteiabspaltung rechtfertigen würde. Nicht einmal der Rauswurf von Max Otte und Hans-Georg Maaßen aus der CDU waren seinerzeit für diese träge Truppe Grund genug, sich von der Mutti-Partei zu lösen. Die Abspaltung der Werteunion ist vielmehr ein Ermüdungsbruch aufgrund fehlender Karriereperspektiven von CDU-Politikfunktionären. Begeisterung beim Wähler löst eine solche Motivation in der Regel nicht aus.<br><br>Um direkt zur verleumdeten AfD überzutreten, fehlte diesen Politik-Bürokraten offenbar über Jahre der persönliche Mut. Denen dürfte auch klar gewesen sein, dass sie in der AfD kaum Chancen auf politische Mandate und Ämter haben würden. Denn niemand in der AfD wird einen CDU-Apparatschik mit politischer Verantwortung betrauen, der 16 Jahre unter Merkel und 3 Jahre unter Merz in Duldungsstarre ausgeharrt hat. Politische Zuspätkommer und Turnbeutelvergesser sind wirklich nicht das, was die Bundesrepublik in ihrer schwersten Krise jetzt braucht.<br><br>Für eine „AfD-light“ war, wie gezeigt, niemals politischer Platz zwischen CDU und AfD vorhanden. In anderen europäischen Ländern, in denen die exzessive Massenmigration bereits noch weiter fortgeschritten ist, werden vielmehr bereits Parteien mit Regierungsverantwortung betraut, die man in unserer Parteienlandschaft sogar rechts von der AfD einordnen müsste; übrigens ohne dort von einem fragwürdigen „Verfassungsschutz“ drangsaliert und verleumdet zu werden.<br><br>Die eigentliche „Marktlücke“ für die Werteunion liegt also nicht etwa in politischen Inhalten, sondern bei etablierten Berufspolitikern, die dort für sich Karriereperspektive sehen, und bei Wählern, die für ein Bekenntnis zur AfD zu ängstlich sind. Da das Kreuzchen in der Wahlkabine aber (noch) geheim ist, dürfte der Anteil solcher Wähler äußerst gering sein.</p>
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		<title>Der leise Einsturz der Brandmauer</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2023/09/22/der-leise-einsturz-der-brandmauer/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2023 15:38:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Der laute Knall, mit dem die Brandmauer in Thüringen tatsächlich fiel, fand in den Staatsmedien nur einen sehr leisen Widerhall. Das hat guten Grund, denn man weiß dort sehr genau, dass allein die AfD von einer geschwächten CDU profitieren würde. Doch die Union hat noch ganz andere Probleme: Die Dämonen ihrer Regierungszeit werden sie immer wieder einholen.]]></description>
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<p><strong>Der laute Knall, mit dem die Brandmauer in Thüringen tatsächlich fiel, fand in den Staatsmedien nur einen sehr leisen Widerhall. Das hat guten Grund, denn man weiß dort sehr genau, dass allein die AfD von einer geschwächten CDU profitieren würde. Doch die Union hat noch ganz andere Probleme: Die Dämonen ihrer Regierungszeit werden sie immer wieder einholen.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="564" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Das_wars_Leute-1024x564.png" alt="" class="wp-image-881" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Das_wars_Leute-1024x564.png 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Das_wars_Leute-300x165.png 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Das_wars_Leute-768x423.png 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Das_wars_Leute.png 1339w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der Aufprall für die Union wird hart. / Bildrechte: zitronenmarmela.de</figcaption></figure>



<p>Wenn Wile E. Coyote durch den blauen Road Runner verleitet wurde, über einen Abhang in der Prärie hinauszurennen, dann stürzt dieser nicht sofort ab. Erst in dem Moment, wenn er nach unten schaut und bemerkt, dass sich unter seinen Füßen kein Boden mehr befindet, setzt der freie Fall ein. Zuweilen hat er sogar noch Zeit, ein Schild mit einer letzten Botschaft wie &#8222;That’s all folks!&#8220; (&#8222;Das war’s Leute!&#8220;) hochzuhalten. In Cartoons ist sowas möglich. In der Politik auch.<br><br>Die von Merz geführte Union aus CDU und CSU befindet sich gerade in diesem Stadium. Sie schwebt über dem Abgrund und glaubt, den Absturz verhindern zu können, indem sie sich weigert nach unten zu schauen. Verstärkt wird die Nicht-Absturz-Illusion noch dadurch, dass die Union durch die warmen Faulgase der zerfallenden Ampelparteien tatsächlich einen minimalen Auftrieb verspürt, den man doch so gerne mit eigener Stärke verwechseln möchte. Mantraartig wird vorgetragen, dass es mit der AfD &#8222;keinerlei Zusammenarbeit&#8220; gäbe, außer eben <a href="https://www.n-tv.de/politik/CDU-AfD-und-FDP-beschliessen-gemeinsam-ein-Gesetz-in-Thueringen-article24397435.html">dieser Zusammenarbeit in Thüringen</a>, von der man aber nicht sprechen mag. Rhetorik statt Realität. Solange man nicht hinschaut, ist das Problem auch nicht da.<br><br>Der staatliche Rundfunk und die gleichgeschalteten Altmedien helfen der Union nach Kräften dabei, nicht hinsehen zu müssen. Denn in den Rundfunkanstalten und Redaktionsstuben weiß man nur zu genau, dass jede Schwächung von CDU und CSU direkt in Profite für die AfD umschlagen würde. Der Einsturz der &#8222;Brandmauer&#8220; in Thüringen wurde so äußerst leise, nur mit pflichtgemäßer Empörung kommentiert, aber nichts darüber Hinausgehendes. Das erstaunt, wenn man weiß, zu welchem Furor und Geifer unsere Staatsmedien imstande sind.<br><br>Vor allem ersparte man Merz meist die bohrenden Fragen, die er niemals hätte plausibel beantworten können: Was wurde aus den Parteiausschlussverfahren, die er für jegliche Zusammenarbeit mit der AfD angekündigt hat? Wird jetzt die gesamte AfD-Fraktion in Thüringen aus der CDU ausgeschlossen?<br><br>Im Mainstreamkartell wußte man zu jeder Zeit, dass dieses Versprechen von Parteiausschlussverfahren im konkreten Anwendungsfall niemals haltbar sein würde. Denn selbst in unserer erodierenden Demokratie hat die Trennung von Partei und Fraktion, das sogenannte Freie Mandat, immer noch formal einen sehr hohen Stellenwert. Der Ausschluss aus einer Partei wegen eines Abstimmungsverhaltens im Plenum ist daher rechtlich so gut wie unmöglich. Erst recht gilt dies natürlich für geheime Abstimmungen, wie beispielsweise Personenwahlen.<br><br>Die Frage, die sich aus dieser Tatsache ergibt, ist vielmehr, warum die Abgeordneten von Union und FDP bis heute meist zu feige sind, von der Freiheit ihres Mandats auch Gebrauch zu machen. Und die Antwort auf diese Frage ist äußerst ernüchternd: Auch wenn kein Parteiausschluss möglich ist, sind die Karrierechancen innerhalb von Parteien schnell beendet, wenn das Abstimmungsverhalten auch nur etwas von der Parteilinie abweicht.<br><br>Warum diese Parteidisziplin jetzt aber endlich in Thüringen gebrochen wurde, hängt mit dem gleichen traurigen Egoismus der Mandatsträger zusammen: Die Karrierechancen innerhalb einer Partei sind nämlich egal, wenn diese Partei keine Mandate mehr erringen kann. Denn nur mit diesen Pöstchen ist ordentlich Staatsknete abzugreifen.<br><br>Die Brandmauer in Thüringen ist also nicht aus Sorge um unser Land gefallen, sondern aus Sorge um die persönlichen Pfründe der Abgeordneten. Den CDU- und FDP-Verbänden im Osten ist nämlich zunehmend klar, dass sie mit der Abgrenzung von der AfD bei ihren Wählern vor Ort nicht mehr punkten können. Sehr wohl kommt es beim dortigen Publikum aber gut an, gegen die eigene Parteiführung Politik zu machen und damit genau jene Unabhängigkeit und Stärke vorzuheucheln, die man sich seit mehr als zehn Jahren selbst versagt hat.<br><br>Merz zu dieser absurden Brandmauer-Politik zu drängen, war ein geschickter Schachzug des linksgrünen Rundfunks. So wird die linksgrüne Hegemonie gesichert, &#8222;no matter&#8220;, was der deutsche Wähler davon hält. Dass Merz dieses üble Spiel bis heute mitspielt, ist gelebter Ausdruck seiner charakterbedingten Führungsschwäche. Wie Coyote im Cartoon erkennt Friedrich Merz die Abgründe immer erst, wenn er bereits über ihnen schwebt.</p>



<p>In der CDU tobt derweil ein heftiger &#8222;Richtungsstreit&#8220;, der medial allerdings so gut es eben geht unter den Teppich gekehrt wird, denn lediglich die AfD könnte von diesem Streit profitieren. &#8222;Richtungskampf&#8220; in der Union bedeutet dabei heutzutage, dass sich Green-Lover Merz, <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_88127622/cdu-kandidat-friedrich-merz-regt-buendnis-mit-den-gruenen-an.html" target="_blank">der bereits seit 2020 mit den Grünen koalieren will</a>, mit noch grüneren Herausforderern wie Günther und Wüst herumschlagen muss. Es geht dabei lediglich um die Frage, ob die CDU grün oder grüner sein sollte, und ob man aus Marketinggründen im Wahlkampf zu einer blauen Verpackung greifen darf oder dem Wähler schon vor der Wahl reine grüne Jauche einschenken sollte.<br><br>Das Lager der grüneren Grünen in der CDU ist dabei vor allem im Westen extrem stark. Wo immer Merz durch AfD-Mimikry punkten will, fallen ihm die Priens und Polenze als Büchsenspanner von Wüst und Günther in den Rücken. Merz ist mittlerweile dermaßen führungsschwach, <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.ksta.de/politik/neues-cdu-logo-friedrich-merz-droht-landesverbaenden-650759" target="_blank">dass er im Grunde nicht mal mehr die Farbe der Briefumschläge allein aussuchen kann</a>, ohne einen handfesten Streit in der CDU auszulösen. Dass Merz als Kanzlerkandidat nicht taugt, ist in der CDU bereits ein offenes Geheimnis. Ob er sich als Parteivorsitzender noch lange wird halten können, ist äußerst fraglich.<br><br>Doch würde es viel zu kurz greifen, alle Schuld bei Friedrich Merz abzuladen, denn er ist mit einer gehörigen Erblast in dieses Amt gestartet. Bevor die Täterparteien CDU und CSU sich nicht mit dem von ihnen begangenem Unrecht in der Regierungszeit von Angela Merkel selbstkritisch auseinandersetzen, wird alles tagespolitische Gemache und Getue dieser Parteien hohl und leer bleiben. Es kann auch für Konservative kein richtiges Leben im Falschen geben.<br><br>Unzählige Gesetzesbrüche, Verbrechen, gesellschaftliche Spaltung und Landesverrat haben die Unionsparteien im Zuge der selbstgemachten Krisen während ihrer zurückliegenden Regierungszeit zu verantworten. Mit einem Selbstverständnis als &#8222;konservative&#8220; Parteien sind all diese Untaten langfristig absolut unvereinbar. Ohne einen handfesten politischen Exorzismus werden CDU/CSU immer wieder von den Dämonen ihrer unseligen Regierungszeit heimgesucht werden. Als Koalitionspartner darf eine ungeläuterte Union jedenfalls für keine politische Kraft infrage kommen, die es mit einer Rückkehr zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland ernst meint.<br><br>Es ist bis heute niemand in der CDU oder in der CSU erkennbar, der bereit und imstande wäre, den notwendigen Läuterungsprozess dieser Parteien in der notwendigen Schonungslosigkeit glaubwürdig einzuleiten. Das Schweben über dem Abgrund geht auch in der Politik irgendwann zu Ende. Der Absturz von CDU/CSU hat gerade erst begonnen.</p>
<p><a class="a2a_button_facebook" href="https://www.addtoany.com/add_to/facebook?linkurl=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F09%2F22%2Fder-leise-einsturz-der-brandmauer%2F&amp;linkname=Der%20leise%20Einsturz%20der%20Brandmauer" title="Facebook" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_x" href="https://www.addtoany.com/add_to/x?linkurl=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F09%2F22%2Fder-leise-einsturz-der-brandmauer%2F&amp;linkname=Der%20leise%20Einsturz%20der%20Brandmauer" title="X" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_whatsapp" href="https://www.addtoany.com/add_to/whatsapp?linkurl=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F09%2F22%2Fder-leise-einsturz-der-brandmauer%2F&amp;linkname=Der%20leise%20Einsturz%20der%20Brandmauer" title="WhatsApp" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_telegram" href="https://www.addtoany.com/add_to/telegram?linkurl=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F09%2F22%2Fder-leise-einsturz-der-brandmauer%2F&amp;linkname=Der%20leise%20Einsturz%20der%20Brandmauer" title="Telegram" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_button_email" href="https://www.addtoany.com/add_to/email?linkurl=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F09%2F22%2Fder-leise-einsturz-der-brandmauer%2F&amp;linkname=Der%20leise%20Einsturz%20der%20Brandmauer" title="Email" rel="nofollow noopener" target="_blank"></a><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fzitronenmarmela.de%2F2023%2F09%2F22%2Fder-leise-einsturz-der-brandmauer%2F&#038;title=Der%20leise%20Einsturz%20der%20Brandmauer" data-a2a-url="https://zitronenmarmela.de/2023/09/22/der-leise-einsturz-der-brandmauer/" data-a2a-title="Der leise Einsturz der Brandmauer"></a></p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Merz zwischen allen Stühlen</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2023/07/01/merz-zwischen-allen-stuehlen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jul 2023 13:52:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das Originellste an der "Agenda für Deutschland" dürfte der Name sein. Wie ein Wasserzeichen ist im Titel als Abkürzung die AfD eingewebt. Das Kürzel verweist sogleich auf das Original. Merz nähert sich rhetorisch der AfD an, von der er sich doch so unbedingt distanzieren will. Der Kurs der Union wird immer unklarer. ]]></description>
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<p><strong>Das Originellste an der &#8222;Agenda für Deutschland&#8220; dürfte der Name sein. Wie ein Wasserzeichen ist im Titel als Abkürzung die AfD eingewebt. Das Kürzel verweist sogleich auf das Original. Merz nähert sich rhetorisch der AfD an, von der er sich doch so unbedingt distanzieren will. Der Kurs der Union wird immer unklarer.</strong></p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-full"><img decoding="async" width="1036" height="668" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/07/DoppelterMerz.png" alt="" class="wp-image-795" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/07/DoppelterMerz.png 1036w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/07/DoppelterMerz-300x193.png 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/07/DoppelterMerz-1024x660.png 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/07/DoppelterMerz-768x495.png 768w" sizes="(max-width: 1036px) 100vw, 1036px" /><figcaption class="wp-element-caption">Mit Merz gehts in alle Richtungen gleichzeitig. 
(Bildausschnitt einmal gespiegelt von European People’s Party, European People’s Party auf wikimedia, Lizenz: Creative Commons 2.0) </figcaption></figure>



<p>Man wusste schon bisher nicht so recht, wofür die Union unter dem CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz eigentlich noch steht. Seitdem Söder und Merz gemeinsam die &#8222;Agenda für Deutschland&#8220; proklamiert haben, weiß man es noch weniger. Tage zuvor hatte Merz einige Verwirrung gestiftet, indem er die Grünen zum &#8222;Hauptgegner in der Regierungskoalition&#8220; erklärte. Um der Inquisition der Staatsmedien zu entkommen, musste Merz sogleich die AfD vom &#8222;Hauptgegner&#8220; zum &#8222;Feind der Demokratie&#8220; hochjazzen.<br><br>Sein vermeintlicher neuer &#8222;Hauptgegner&#8220;, also die Grünen, waren bis vor wenigen Tagen noch sein erklärter Koalitionspartner. Sie sind es übrigens immer noch, allerdings soll gerade diese Tatsache offenbar durch den aktuellen Theaterdonner im Bewusstsein der Wähler überdröhnt werden. Was blieb, war der Eindruck, dass der CDU-Parteivorsitzende sich in einen Mehrfrontenkrieg verzettelt hat und Schwierigkeiten hat, zwischen lauter Gegnern, Feinden und potenziellen Koalitionspartnern zu unterscheiden. Merz hat sich zwischen alle politischen Stühle gesetzt.<br><br>Vermutlich haben die rasant ansteigenden AfD-Umfragewerte im Konrad-Adenauer-Haus einige Panikattacken ausgelöst. Doch es gibt für die Union noch eine weitere bedrohliche Entwicklung, der sie entgegensteuern muss: Die vor Wochen veröffentlichte <a rel="noreferrer noopener" href="https://youtu.be/R5VoOr7XRHQ" target="_blank">brillante Recherchearbeit von Beatrix von Storch</a> hat detailliert die Verbindungen von BlackRock zum Umfeld der Grünen aufgezeigt. Auch recherchierte sie das gigantische Investitionsvolumen, das BlackRock in Erwartung einer &#8222;grünen Transformation der Gesellschaft&#8220; bereits getätigt hat. Ohne als &#8222;Verschwörungstheoretiker&#8220; gelten zu müssen, darf man getrost annehmen, dass Merz als ehemaliger leitender Angestellter von BlackRock selbst noch stark mit diesem finanziellen Weltimperium vernetzt ist. Alles andere wäre naiv.<br><br>Dass Merz nun aber <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_88127622/cdu-kandidat-friedrich-merz-regt-buendnis-mit-den-gruenen-an.html" target="_blank">seit langer Zeit schon mit den Grünen koalieren</a> wollte, erscheint vor dem Hintergrund dieser neuen Informationen über das grüne NGO-Umfeld in einem völlig anderen Licht. Nicht politische Gemeinsamkeiten, sondern gemeinsame Profitinteressen sind offenbar das Erz, aus dem in der Bundesrepublik Koalitionen über politische Lagergrenzen hinweg geschmiedet werden. Frau von Storch brachte es auf die knackige Formel, dass eine Koalition von Merz mit den Grünen, eine &#8222;Koalition von BlackRock mit BlackRock&#8220; wäre.<br><br>Merz und seine Gefolgsleute würden die Offenlegung dieser Zusammenhänge sicher gerne vergessen machen. Was könnte da mehr helfen, als mit rhetorischen Platzpatronen die Grünen aufs Korn zu nehmen? Der Pulverdampf jedenfalls vernebelt die belastenden Zusammenhänge beim politischen Publikum. Eben noch Koalitionspartner der Herzen werden die Grünen jetzt von heut auf morgen zum &#8222;Hauptgegner&#8220; des chronischen Oppositionsverweigerers erklärt. Das tut den Grünen nicht wirklich weh – im Gegenteil, das schärft auch ihr politisches Profil. Gerne spielen sie also das Spiel mit und heulen empört auf.<br><br>Zum inszenierten Parteienstreit zwischen Union und Grünen gehört auch die schon eingangs erwähnte &#8222;Agenda für Deutschland&#8220; von CDU und CSU. Unter diesem Titel findet sich ein Sammelsurium politischer Allgemeinplätze, Worthülsen und wohlfeiler Forderungen (&#8222;gute Wirtschaftspolitik&#8220;, &#8222;Hightech Agenda&#8220;, &#8222;Steuerentlastungen&#8220; usw. usw.). Auch erkennbar undurchdachte und auf Effekt getrimmte Detailvorschläge, wie &#8222;Steuerfreiheit für Überstunden&#8220;, sollen darin zu finden sein. Solche Peinlichkeiten zeigen, dass diese &#8222;Agenda&#8220; mit heißer Nadel gestrickt ist. Sie ist auf mediale Wirkung angelegt, um dem Aufstieg der AfD wenigstens rhetorisch schnell etwas entgegenzusetzen. Sie ist alles andere als die grundsätzliche politische Neupositionierung der Union, die so dringend notwendig wäre.<br><br>So erinnert beispielsweise die Forderung nach der &#8222;Unterscheidung von illegaler und legaler Migration&#8220; lediglich daran, was CDU und CSU seit 2015 versäumt haben. Bis heute fehlt in der Union auch eine klare Verurteilung des von Merkel begangenen Unrechts in 2015. Der 11-Minuten-Applaus auf dem CDU-Parteitag in 2016 für diese Kanzlerin und ihre Unrechtspolitik ist immer noch im Gedächtnis der Bürger abrufbar. Und bis heute fehlt in CDU und CSU weiterhin jede Einsicht, dass die angestrebte Umformung Deutschlands in ein multikulturelles Einwanderungsland mit der unumkehrbaren Zerstörung unserer Kultur und unserer Traditionen einhergeht. Bis heute haben sich die &#8222;Schwesterparteien&#8220; nicht zu der Klarheit durchringen können, mit der Alexander Gauland als Parteivorsitzender der AfD bereits 2015 formulierte: Die Aufnahme von jährlich hunderttausenden Migranten &#8222;können und WOLLEN wir gar nicht schaffen&#8220;.<br><br>Das Originellste an der &#8222;Agenda für Deutschland&#8220; – und für die Union zugleich das Schädlichste – dürfte allerdings der Name dieses Papiers sein. Wie ein Wasserzeichen ist im Titel als Abkürzung die AfD, die Alternative für Deutschland, eingewebt. Das Kürzel verweist sogleich auf das Original. Wie mit einem dicken Pfeil zeigt die Überschrift des Pamphlets so auf eben jene Partei, von der man sich doch bei CDU und CSU so dringend abgrenzen möchte. Die Frage, warum man dann aber derart plump versucht, die AfD inhaltlich zu kopieren, werden Merz und Söder niemals plausibel beantworten können.<br><br>Die Linken und Grünen werden diese &#8222;Agenda&#8220; fortan als Beleg für die Annäherung der Union an die AfD anführen können. Man wird diese &#8222;AfD Agenda&#8220; der Union von linker Seite sogar mit einiger Berechtigung als verdecktes Signal der Koalitionsbereitschaft mit der AfD interpretieren können. Der konservative Wähler wird daher noch weniger wissen, wofür CDU und CSU heute eigentlich stehen. Politischer Eiertanz kam bei konservativen Bürgern aber noch niemals gut an. Diese Wähler werden sich früher oder später entweder für das grüne oder eben das blaue Original entscheiden, damit sie wissen, woran sie sind.<br><br>Bei denjenigen Bürgern, der derzeit ohnehin mit der Wahl der AfD liebäugeln, wird dieser schlechte Kopierversuch auch lediglich die Sehnsucht nach dem Original weiter verstärken. Denn es wird bei CDU/CSU weiterhin lediglich bei der Symptombehandlung bleiben: &#8222;Bekämpfung der Clan-Kriminalität&#8220; statt Remigration. Wohlfeile Kritik an Habecks bereits gescheitertem Heizungsgesetz statt der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zum Habeck-Graichen-Clan. Weitere Entlastungskosmetik statt Beendigung der EU-Schuldenpolitik und statt Beendigung der suizidalen Russland-Sanktionen.<br><br>Das obligatorische Bekenntnis der Parteispitzen von CDU und CSU zum &#8222;Klimaschutz&#8220; zeigt zudem, dass die Union die grüne Meinungshegemonie nicht ernsthaft infrage stellen möchte – das wär allerdings dringend nötig. Und auch keine der jetzt getätigten Ankündigungen würde einer zukünftigen Regierungsbildung mit den Grünen wirklich im Wege stehen. Eine Stimme für CDU oder CSU bleibt daher weiterhin eine Stimme für die Grünen. Es geht der Union jetzt lediglich darum, den Wählern mit der &#8222;Agenda&#8220; in dieser Frage etwas Sand in die Augen zu streuen.<br><br>Also nein, von der Union sind keine grundlegenden Kursänderungen mehr zu erwarten, egal wie viele &#8222;Papiere&#8220; sie noch verabschieden mag. Sie blinkt zuweilen nach rechts, bleibt aber in den zentralen politischen Fragen weiterhin in der Ideologie des linksgrün dominierten &#8222;Bündnis gegen Rechts&#8220; gefangen. Mit diesem Kurs ist die Union unter &#8222;Hoffnungsträger&#8220; Friedrich Merz jetzt in der ersten Umfrage wieder <a rel="noreferrer noopener" href="https://dawum.de/Bundestag/Wahlkreisprognose_de/2023-06-26/" target="_blank">auf die 24 Prozent zurückgefallen</a>, die sie auch bei der letzten Bundestagswahl erreichen konnte. Für ein solches Ergebnis hatte man Armin Laschet damals vom Hof gejagt.<br><br>Bei der Vorstellung der &#8222;Agenda für Deutschland&#8220; wurde übrigens mehr über München als über Deutschland geredet. Es ist Wahlkampf in Bayern. Das war der eigentliche Anlass für dieses &#8222;Papier&#8220;.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Union am Scheideweg</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2023/05/28/union-am-scheideweg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 May 2023 19:04:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[AfD]]></category>
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		<category><![CDATA[Weidel]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist der ehemalige(?) BlackRock-Angestellte Merz frei und führungsstark genug, um den notwendigen Kurswechsel für CDU und CSU einzuleiten? Oder wird die "Brandmauer gegen rechts" innerhalb der Union weiter unkontrolliert erodieren?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Ist der ehemalige(?) BlackRock-Angestellte Merz frei und führungsstark genug, um den notwendigen Kurswechsel für CDU und CSU einzuleiten? Oder wird die &#8222;Brandmauer gegen rechts&#8220; innerhalb der Union weiter unkontrolliert erodieren?</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/05/germany-g0a15096c6_1280-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-729" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/05/germany-g0a15096c6_1280-1024x682.jpg 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/05/germany-g0a15096c6_1280-300x200.jpg 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/05/germany-g0a15096c6_1280-768x512.jpg 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/05/germany-g0a15096c6_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nach 16 Merkel-Jahren. Die Union trägt erhebliche Mitschuld am Zustand des Landes.
(Bild: Pixabay)</figcaption></figure>



<p>Die AfD eilt derzeit in der Sonntagsfrage von Höchststand zu Höchststand. In ersten Umfragen steht sie bei <a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/Wahlrecht_de/status/1662554051320459265/" target="_blank">18 Prozent</a> und wird zuweilen schon als <a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/Wahlrecht_de/status/1656922302708064262" target="_blank">zweitstärkste politische Kraft</a> in Deutschland eingeschätzt. Auch ihr <a rel="noreferrer noopener" href="https://dnews24.de/insa-sonntagsfrage-das-potential-der-afd-ist-gross-wie-nie/" target="_blank">Wählerpotential wächst</a> weiter: nur noch 58 Prozent können sich in der &#8222;negativen Sonntagsfrage&#8220; laut INSA auf keinen Fall vorstellen, die AfD zu wählen. Umgekehrt bedeutet dies, dass sich rund 42 Prozent der Wahlberechtigten eine politische Entwicklung vorstellen können, in der sie die AfD wählen würden. Die Ampel-Koalition in Berlin setzt gerade alles daran, eine solche Entwicklung in Deutschland herbeizuführen.<br><br>CDU/CSU können dagegen überraschenderweise kaum von der Chaos-Ampel profitieren. Sie pendeln bei Umfragewerten zwischen 28 und 31 Prozent herum. Solche Werte wurden zuvor auch unter dem Bundesvorsitzenden Armin Laschet erzielt, der gemeinhin als Fehlbesetzung galt.<br><br>Dass die Union als Oppositionsführer derzeit kaum Honig aus der Koalition der Deutschlandabschaffer ziehen kann, hat nur zum Teil mit den politischen Altlasten nach 16 Regierungsjahren unter Angela Merkel zu tun. Denn Wähler scheren sich leider kaum um politische Verantwortlichkeiten. Politiker können deshalb so verantwortungslos handeln wie sie wollen, weil sie sicher sein können, dass ihr &#8222;Geschwätz von gestern&#8220; nicht nur sie selbst, sondern auch den Wähler morgen nicht mehr interessieren wird. Wahlentscheidend ist also niemals das Vergangene, sondern immer nur die Aussichten für die Zukunft. Und in einer solchen strategischen Zukunftsfrage hat Merz die CDU (und implizit die CSU) in eine absolute Sackgasse manövriert: Bei seinem Amtsantritt hat er die große Chance verpasst, die Selbstfesselung der Union an das links-grüne Lager sofort und ein für alle Mal zu beenden.<br><br>Anfangs schrieben kritische Medien dieses Versäumnis noch Merz’ zauderndem und ängstlichem Charakter zu. Doch inzwischen liegt der Verdacht näher, dass Merz’ Anbiederung an die Grünen vielmehr in einer eiskalten Profit-Agenda begründet ist. Denn wie <a rel="noreferrer noopener" href="https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2023/klimapolitik-macht-geld/" target="_blank">Beatrix von Storch in der Jungen Freiheit</a> darlegte, ist der Finanzgigant BlackRock nicht nur in die Unionsspitze bestens vernetzt, sondern auch auf Seiten &#8222;grüner&#8220; NGOs vielseitig engagiert. Von Storch bezeichnete eine mögliche schwarz-grüne Koalition daher treffend als eine &#8222;Koalition von BlackRock mit BlackRock&#8220;.<br><br>Für ein solches schwarz-grünes Profitkartell stellt die klimaskeptische AfD natürlich ein maximales Renditerisiko dar. Aus diesem Blickwinkel erscheint das harte Vorgehen des Friedrich Merz gegen &#8222;Abweichler&#8220; wie Max Otte und Hans-Georg Maaßen in einem gänzlich anderen Licht. Es wäre ein Leichtes für Merz als Parteivorsitzenden gewesen, diese Parteiausschlussverfahren abzuwenden. Doch Merz wollte alles tun, um in der Frage der &#8222;Abgrenzung gegen rechts&#8220; glaubwürdig zu sein. Denn nur so wird die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/parteien/id_88127622/cdu-kandidat-friedrich-merz-regt-buendnis-mit-den-gruenen-an.html" target="_blank">Koalition mit den Grünen</a> jemals möglich sein, von der er schon so lange träumt. Dass Merz bis heute noch nicht den Rücktritt des Chaosministers Habeck gefordert hat, spricht ebenfalls Bände. So verhält sich kein Oppositionsführer, sondern das ist <a href="https://zitronenmarmela.de/2022/09/18/scheinopposition-erkennen/">Scheinopposition</a> wie aus dem Lehrbuch. Merz zeigt sich allzeit bereit, den Grünen als Koalitionspartner zur Seite zu stehen, sollten diese ihre Irrsinnsagenda in der Ampel nicht nachhaltig genug realisiert sehen.<br><br>Die starken Umfrageergebnisse für die AfD, das Stagnieren der Union sowie das Abrutschen von SPD und Grünen zeigen aber eines ganz deutlich: Die Wähler in Deutschland wollen weder eine Neuauflage der &#8222;GroKo&#8220; noch eine Koalition der Union mit den deutschfeindlichen, grünen Klima-Chaoten. Das grüne Zeitalter geht hierzulande unumkehrbar zu Ende. Die politischen Gravitationsfelder ändern sich grundlegend. Und die geistig trägen Parteien der vermeintlichen Mitte müssen darauf langsam mal reagieren. Ansonsten werden sie vom Wähler endgültig aus der Bahn geworfen werden.<br><br>Denn der Wähler hat es allmählich durchschaut: Eine Stimme für CDU/CSU ist heute immer auch eine Stimme für die Grünen. Dabei ist es unerheblich, ob die Union diese grüne Politik in einer direkten Koalition mit den Grünen umsetzt oder innerhalb einer &#8222;GroKo&#8220;. Denn die sechs Altparteien sind allesamt lediglich &#8222;six shades of green&#8220;. Nur die AfD ist die einzige dezidiert anti-grüne Partei in so ziemlich jedem Politikfeld.<br><br>Wer zum links-grünen Sumpf, der jetzt in der Habeck-Affäre zutage tritt, nicht großzügig Abstand hält, wird früher oder später mit in die Tiefe gerissen werden. Es wird für einen Friedrich Merz daher nicht ausreichen, hier und da vor Wahlen mit plattem Talkshow-Populismus einen auf &#8222;AfD light&#8220; zu machen. Gerade die bürgerlichen Wähler haben von jeglichem grünen Mist die Nase gestrichen voll. Sie wünschen sich von der Union viel eher eine Koalitionsabsage gegen die Grünen als gegen die AfD.<br><br>Und auch innerhalb der CDU-Parteibasis bekommt die sogenannte &#8222;Brandmauer gegen rechts&#8220; immer mehr Risse. Immer wieder gibt es lokale Zusammenarbeiten zwischen der AfD und abtrünnigen CDU-Verbänden, wie beispielsweise in <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.nordkurier.de/regional/mecklenburg-vorpommern/stralsund-will-kein-gendern-in-verwaltung-afd-antrag-kommt-durch-1472054" target="_blank">Stralsund</a>, als es um das schwachsinnige Gendern ging, oder in <a href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article242664377/Bautzen-CDU-stimmt-fuer-AfD-Antrag-Keine-Leistungen-fuer-ausreisepflichtige-Asylbewerber.html">Bautzen</a>, beim heiklen Thema der Unterbringung von &#8222;Flüchtlingen&#8220;. Nebenbei bemerkt: Es greifen <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.welt.de/politik/deutschland/article243059225/Lisa-Becker-Aerger-um-AfD-Stimmen-Abwahl-von-Gruenen-Beigeordneter-scheitert.html" target="_blank">sogar die Grünen</a> heute schon ungeniert auf AfD-Stimmen zurück, wenn es ihren Machtinteressen dient. Und ob der neue <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/berlin-kai-wegners-wahl-zum-regierenden-buergermeister-bodo-ramelow-kritisiert-mutmassliche-afd-stimmen-a-c156d917-510e-4be8-8b7c-fc62a6f41c3c" target="_blank">CDU-Bürgermeister</a> von Berlin ohne AfD-Stimmen tatsächlich ins Amt gekommen wäre, kann auch niemand mehr mit Sicherheit sagen.<br><br>Falls Merz als ehemaliger(?) Mitarbeiter von BlackRock also überhaupt die Freiheit dazu hat, muss er sich bald entscheiden, ob er die Union bewusst für neue strategische Optionen öffnet oder ob er diesen Prozess unkontrolliert und führungslos vonstattengehen lassen will. Doch bei dieser Frage geht es um mehr als bloße politische Strategie. Denn es war die Union höchstselbst, die unter Angela Merkel mit der Ausgrenzungspolitik gegen die AfD die Höllentore der gesellschaftlichen Spaltung geöffnet hat.<br><br>Seitdem unter Merkel die Ausgrenzung der AfD und ihre Wähler zur gemeinhin akzeptierten politischen Methode wurde, hat unser Land eine verhängnisvolle Entwicklung genommen: Diffamierungsbegriffe wie &#8222;Europahasser&#8220;, &#8222;Rassisten&#8220;, &#8222;Coronaleugner&#8220;, &#8222;Ungeimpfte&#8220;, &#8222;Putin-Knechte&#8220; und &#8222;Lumpen-Pazifisten&#8220; gehören heute zur politischen und journalistischen Alltagssprache. Diese Begriffe legen ein beschämendes historisches Zeugnis über unsere Zeitepoche ab. Und solange weiterhin den gewählten AfD-Volksvertretern systematisch der sachliche Diskurs und fairer parlamentarischen Umgang verweigert werden, wird auch ein gesellschaftlicher Heilungsprozess unmöglich sein. Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt kann in einer heterogener werdenden Gesellschaft nur auf der Grundlage von fairem, demokratischem Diskurs gedeihen.<br><br>Merz hätte nun die historische Chance, mit einer Rückkehr zu demokratischen Gepflogenheiten wenigstens einen Teil der geschichtlichen Schuld wiedergutzumachen, welche die Union in der Merkel-Ära unzweifelhaft auf sich geladen hat. Unser Land hätte den Einstieg in diesen Heilungsprozess dringend nötig. Um Missverständnisse zu vermeiden: Das wäre lediglich ein zaghafter Anfang, die klaffende Wunde in unserer Gesellschaft an der Stelle zu heilen, an der sie erstmals auseinander riss. Abgeschlossen wäre der Heilungsprozess damit noch lange nicht.</p>



<p>Ob Merz den Mut zu diesem Neuanfang findet, ist mehr als fraglich. Falls nicht, wird die Union den Weg der anderen europäischen Christdemokraten gehen und in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Das muss dann als Trost erst mal reichen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Methode Baerbock</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2022/11/08/die-methode-baerbock/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2022 18:00:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Von Baerbock war kürzlich die Äußerung zu vernehmen, sie stehe an der Seite der Ukraine, egal, was ihre deutschen Wähler denken. Dies wurde in der Presse entweder als entlarvender freudscher Versprecher oder aber als mutig ausgesprochene Wahrheit kommentiert. Was aber, wenn keine dieser Interpretationen zutrifft, sondern diese geplante Aussage, ein geschicktes politisches Täuschungsmanöver darstellt?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Von Baerbock war kürzlich die Äußerung zu vernehmen, sie stehe an der Seite der Ukraine, egal, was ihre deutschen Wähler denken. Dies wurde in der Presse entweder als entlarvender freudscher Versprecher oder aber als mutig ausgesprochene Wahrheit kommentiert. Was aber, wenn keine dieser Interpretationen zutrifft, sondern diese geplante Aussage ein geschicktes politisches Täuschungsmanöver darstellt?</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="592" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/11/Diplomatie_statt_Kriegshetze-1024x592.jpg" alt="" class="wp-image-599" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/11/Diplomatie_statt_Kriegshetze-1024x592.jpg 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/11/Diplomatie_statt_Kriegshetze-300x173.jpg 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/11/Diplomatie_statt_Kriegshetze-768x444.jpg 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/11/Diplomatie_statt_Kriegshetze.jpg 1227w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Diplomatie statt Kriegshetze&#8220; / Bildrechte: zitronenmarmela.de</figcaption></figure>



<p>Es ist nicht schwer zu erkennen, dass die Eskalationspolitik, die die Ampelregierung betreibt, und die von CDU und CSU eilfertig unterstützt wird, so wenig mit unseren nationalen Interessen zu tun hat, wie die Coronamaßnahmen mit Gesundheitsschutz. Friede und gute wirtschaftliche Beziehungen zu beiden Kriegsparteien, zu Russland ebenso wie zur Ukraine – und übrigens auch zu den Vereinigten Staaten – wären unser natürliches Anliegen. Damit wären wir zum diplomatischen Vermittler prädestiniert wie kaum eine andere Wirtschaftsnation. Dass Putin keine Verhandlungen wolle, ist dabei eine platte Propagandalüge unserer gleichgeschalteten Mainstreammedien, denn die Ukraine und Russland sind ja bereits im Dialog, der jetzt allerdings nicht von Deutschland, sondern <a href="https://www.merkur.de/politik/ukraine-news-getreideabkommen-russland-tuerkei-un-guterres-kiew-erdogan-cavusoglu-moskau-zr-91889333.html">vom bösen Herrn Erdogan moderiert</a> wird.<br><br>Von Baerbock war kürzlich die Äußerung zu vernehmen, sie stehe an der Seite der Ukraine, egal, was ihre deutschen Wähler denken. Dies wurde entweder als entlarvender freudscher Versprecher oder aber als mutige Wahrheit in der Presse kommentiert. Was aber, wenn keine dieser Interpretationen zutrifft, sondern diese geplante Aussage ein geschicktes politisches Täuschungsmanöver darstellt? Denn indem diese vorbereitete Aussage wie das baerbocktypische gedankenlose Geplapper wirkt, bekommt es damit eine maximale Authentizität zugesprochen. So schafft es Baerbock genau mit diesem inszenierten Fauxpas, dass jegliche Unterstützung der ukrainischen Kriegspartei zukünftig über allen Verdacht innenpolitischer Vorteilsnahme erhaben ist. Sie will uns so weismachen, ihr ginge es einzig und allein um Solidarität mit der Ukraine. Auf keinen Fall wolle sie in irgendeiner Art persönlichen politischen Profit aus dieser Unterstützung ziehen. Die Kränze zur Seligsprechung der selbstlosen „Kriegsheldin“ Baerbock wurden in den Redaktionsstuben der Propagandamedien bereits geflochten. Da allerdings für „Grün*innen“ Moral immer nur Mittel zum Zweck ist, ist auch diese Aussage so wenig ernst zu nehmen, wie deren Wahlversprechen, keine Waffen in Kriegsgebiete liefern zu wollen. Natürlich schielt Baerbock als deutsche Politikerin mit allem, was sie tut und sagt, immer auch auf ihre Wahrnehmung in Deutschland.<br><br>Baerbock hat wenige positive geistige Qualitäten, die man ihr überhaupt zusprechen kann. Zu diesen wenigen Qualitäten gehört aber sicher unbezweifelbar ein ausgeprägter Machtinstinkt. (In dieser Hinsicht kann sie durchaus als pars pro toto für die gesamte Kaste der Altparteienpolitiker betrachtet werden). Trotz all ihrer abgrundtiefen Verachtung für unser Land, ist ihr doch sehr wohl bewusst, dass ihre Machtposition von ihrer Wahrnehmung in Deutschland nicht unabhängig ist. Mit einem hat sie allerdings tatsächlich recht: Es kann ihr wirklich egal sein, was ihre derzeitigen Wähler von ihr denken. Denn an einem bildungsfernen, rein emotional mobilisierbaren Wählerpotential wird in Deutschland auf absehbare Zeit keinerlei Mangel bestehen. Dass ihr Deutschland ansonsten kaum etwas bedeutet, war übrigens auch vor diesem Ausspruch kein Geheimnis. Baerbock richtet sich als Außenministerin in der Regel ohnehin nicht an ihre Wähler. Schon gar nicht richtet sie sich an jene Teile des Volkes, die sie als offizielle Amtsträgerin ebenfalls vertritt, die aber von ihrer „feministischen Außenpolitik“ bis dato wenig bis gar nicht überzeugt sind. Tatsächlicher Adressat ihrer Reden sind im Grunde immer nur ihre loyalen Anhänger und aktiven Unterstützer, vom Staatsfunk bis zur demokratiefeindlichen „Antifa“. Im Grunde sind alle ihre öffentlichen Reden also Parteitagsreden, die der Mobilisierung der eigenen Anhängerschaft dienen. Dieses treu ergebene Fußvolk hat dann die Aufgabe, die Zustimmung des Plebs für ihre Patronin zu organisieren; ob das dann durch demokratische Überzeugungsarbeit oder durch Zwang, Einschüchterung und „Cancel Culture“ geschieht, ist Baerbock dabei herzlich egal.<br><br>Ein zweiter Aspekt wird in Baerbocks Äußerung offenbar: Sie kann darauf vertrauen, dass die offene Demokratieverachtung, die sie hier zum Ausdruck bringt, ihr nicht etwa schadet, sondern nützt. Denn es ist eine Binsenweisheit: in Krisen sehnt sich das Volk nach „starken Führern“. Ob diese „starken Führer“ es mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit dann ernst nehmen, ist dem Volk in seiner Angst egal. Wichtiger scheint es den verängstigten Massen, all jene mundtot zu machen, die sich von der Panik nicht haben anstecken lassen, da diese den „Ernst der Lage“ offenbar noch nicht verstanden haben und somit eine „Gefahr für die ganze Gesellschaft“ darstellen. Harte, gravierende Fehlentscheidungen werden regierenden Politikern deshalb leichter verziehen als zögerliche Vernunft. So erfreuen sich politische Haudraufs wie Söder, der mit seinen Ausgangssperren 9 Millionen Bayern nachweislich rechtswidrig eingesperrt hat, nach ihren Untaten wieder erschreckender Beliebtheit. Baerbock will zeigen, dass sie auch aus diesem Holz geschnitzt ist. Denn auf dieser Grundlage lässt sich bestens regieren; allerdings nicht demokratisch. Aber das demokratische Prinzip scheint heute für unsere etablierten Politiker ohnehin nicht konstitutiv, sondern irgendwie optional zu sein.<br><br>Was also springt innenpolitisch konkret für Baerbock und Co. durch die Kriegseskalation in der Ukraine heraus?<br><br>Es ist eine weitere Binsenweisheit, dass Kriege gerne zur Ablenkung von inneren Problemen dienen. Doch scheint diese Weisheit immer genau in dem Moment auf magische Weise aus dem öffentlichen Bewusstsein zu verschwinden, wenn Politiker aktiv auf den nächsten Krieg zusteuern. Umso wichtiger ist es, im Deutschland des Jahres 2022 an diese simple Wahrheit zu erinnern.<br><br>Und man muss auch nicht lange nach Themen suchen, von denen hierzulande abgelenkt werden soll. Als Erstes wäre hier natürlich die desaströse Corona-Politik zu nennen, die aber ihrerseits auch nur von der vorausgehenden politisch induzierten Krisenkaskade (EU-Schuldenpolitik, Massenmigration, Brexit, Inflation) ablenken sollte. Wie in einer Matroschka trug eine Krise bereits den Keim der nächsten Krise in sich. Keine war naturgegeben. Alle diese Krisen wurden politisch nicht etwa bewältigt, sondern aufgebauscht, verschärft und in die Zukunft verlängert.<br><br>Zuletzt konnte man in Deutschland sehen, wie die bloße Angst vor einem Grippe-Virus das mürbe gemachte Volk in großen Teilen vollends auf Linie brachte und zu braven Maskenträgern dressieren konnte. Wie viel Gehorsam und Unterordnung muss dann mit einer konkreten Kriegsdrohung möglich sein? Wer bereit war, gegen „Ungeimpfte“ vorzugehen und ihnen die Grundrechte abzusprechen, der muss doch mobilisierbar sein, um „Wehrkraftzersetzer“ (für die unsere PR-Agenturen sicher ein schickeres Wort finden werden) „unschädlich“ zu machen. Wer bereit war, zweieinhalb Jahre seine persönliche Freiheit und seine individuellen Kontakte wegen eines durchschnittlichen Virus einzuschränken, der ist vermutlich auch bereit, seine wirtschaftlichen Grundlagen für den „Endsieg der Ukraine“ zu opfern, weil dort angeblich „unsere Werte“ verteidigt werden. Er wird vermutlich auch bereit sein, sich weiter und weiter in staatliche Abhängigkeit zu begeben, sodass er letztendlich nur noch im vollbetreuten rot-grünen Nanny-Staat überlebensfähig ist. Die eingeübten Rituale der Spaltung aus der Corona-Zeit können fortgesetzt werden. Das Volk wird durch die „Bedrohung von Außen“ weiter zum Gehorsam gezwungen und gegeneinander aufgehetzt werden. Den <a href="https://twitter.com/c_lindner/status/1589582193139253248">Übergang vom Bargeld zum digitalen Zentralbankgeld</a> wird man vor dem Hintergrund drohender Kriegsgefahr kaum als die essenzielle Bedrohung für die individuelle Freiheit begreifen, die sie tatsächlich darstellt. Die Macht der Politiker und Funktionäre wird weiter wachsen, die Demokratie wird zunehmend zur inhaltsleeren Farce werden. Die Forcierung des Ukraine-Kriegs ist die Fortsetzung der Corona-Politik mit anderen Mitteln. Die Methode Baerbock ist die Methode Spahn/Lauterbach … ist die Methode Merkel.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wozu will man Menschen &#8222;verteilen&#8220;?</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2017/08/10/wozu-will-man-menschen-verteilen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Aug 2017 07:04:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Migrationspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Über den wahren Sinn und Zweck der derzeitigen "europäischen Flüchtlings-Verteilungspolitik", die in Europa außer deutschen Politikern niemand wirklich will.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Über den wahren Sinn und Zweck der derzeitigen &#8222;europäischen Flüchtlings-Verteilungspolitik&#8220;, die in Europa <strong>außer deutschen Politikern</strong> niemand wirklich will.</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="730" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/game-gef325820f_1280-1024x730.jpg" alt="Spielfiguren und Grenzen" class="wp-image-231" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/game-gef325820f_1280-1024x730.jpg 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/game-gef325820f_1280-300x214.jpg 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/game-gef325820f_1280-768x547.jpg 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/game-gef325820f_1280.jpg 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Spielfiguren und Grenzen, Quelle: pixabay.com</figcaption></figure>



<p>Die zwei Hauptdarsteller, die uns als „Gegner“ im Kampf um das Kanzleramt zur Vorführung dargeboten werden, sind sich in der brisantesten Wahlkampffrage grundsätzlich einig: Die Lösung der sogenannten Flüchtlingskrise, die eigentlich eine Migrationskrise ist, soll im Wesentlichen durch eine „gerechtere Verteilung der Flüchtlinge auf die EU-Staaten“ gelöst werden. Dazu soll notfalls „Druck“ auf unser unwilligen Nachbarländer ausgeübt werden. Und in dieser „Verteilungsfrage“ zu Lasten unserer Nachbarländer sind sich nicht nur die &#8222;Kanzlerkandidaten&#8220;, sondern im Grund wieder einmal alle etablierten Parteien einig; einschließlich der ex-liberalen <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.bild.de/politik/inland/wir-helfen/wir-unterstuetzen-die-bild-aktion-42387390.bild.html" target="_blank">Refugees-Welcome-FDP</a>, die sich nicht mal mehr dieser neosozialistischen Menschen-Umverteilung entgegenstellen will. Und die in ihren Verlautbarungen von einem &#8222;solidarischen Europa&#8220; fabuliert, als gelte es die Ex-SED links zu überholen. Kein etablierter Politiker warnt hier vor einem „Deutschen Sonderweg“, wie es noch vor wenigen Jahren fast reflexhaft geschah. Auch wird hier nicht vor einer „deutschen Dominanzpolitik“ gewarnt, wobei dies mehr als angezeigt wäre. Nein, in dieser, wie in fast allen wichtigen Fragen unserer Tage, herrscht im etablierten Politikbetrieb große Einigkeit. Und vermutlich liegt es genau an dieser Einigkeit, dass auch mal wieder(!) KEIN „etablierter“ Journalist es wagt, diese politische Harmonie zu stören, indem er die naheliegende Frage stellt, die Frage nach der praktischen Umsetzung: Mit welchen Zwangsmitteln sollen sich denn jene illegalen Einwanderer, die unbedingt nach Deutschland kommen wollen, auf andere Länder „verteilen“ lassen? Mit Mauern? Mit Fußfesseln? Gewehrbewachung?</p>



<p>Wer es aus Afrika über das Mittelmeer nach Italien geschafft hat, der schafft es auch mit Leichtigkeit aus Frankreich, Ungarn oder Polen ins gelobte Deutschland! Oder soll sich etwa ein derart zu allem entschlossener Migrant jetzt durch ein Stück Papier, eine amtliche Registrierung oder Wohnortzuweisung, in einem „grenzenlosen Europa“ vom Ziel seiner Träume abhalten lassen? Es müsste daher eigentlich jedem klar sein: Gerade wer Menschen auf die gesamte EU „verteilen“ will, wird die Binnengrenzen äußerst streng kontrollieren müssen.</p>



<p>Dass diese Wiederaufnahme von Grenzkontrollen aber nach wie vor mit geradezu religiösem Eifer verteufelt wird, zeigt, worum es bei der Verteilung von „Flüchtlingskontingenten“ in Wahrheit geht. Wie bei den medial zelebrierten „Abschiebungen“ von Migranten, die bei weiterhin geöffneten Grenzen faktisch sinnlos sind, handelt es sich bei der „gerechten Verteilung von Flüchtlingen auf die EU-Länder“ um Augenwischerei für den Wähler, um ein klassisches politisches Ablenkungsmanöver oder auf Neudeutsch: Um FAKE-POLITIK. Die illegale Masseneinwanderung plus Familiennachzug soll derweil ungebremst weiterlaufen.</p>



<p><em>&#8212;<br>Erstveröffentlicht am 09.08.2017 auf fischundfleisch.com:<br>https://www.fischundfleisch.com/simon-niederleig/wozu-will-man-menschen-verteilen-37751</em></p>
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			</item>
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		<title>Auf dem Egotrip</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2005/10/01/auf-dem-egotrip/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2005 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Schröder]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[Leserbrief von Simon Niederleig in der FAZ vom 01.10.2005.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Leserbrief von Simon Niederleig in der FAZ vom 01.10.2005</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="515" height="1024" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/FAZ_01Oktober05-515x1024.png" alt="" class="wp-image-87" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/FAZ_01Oktober05-515x1024.png 515w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/FAZ_01Oktober05-151x300.png 151w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/FAZ_01Oktober05-768x1526.png 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/FAZ_01Oktober05-773x1536.png 773w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/FAZ_01Oktober05.png 777w" sizes="(max-width: 515px) 100vw, 515px" /></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>Hinterm Alpha-Männchen</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2005/08/17/hinterm-alpha-maennchen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simon Niederleig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Aug 2005 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Feminismus]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechter]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Merkel]]></category>
		<category><![CDATA[Schröder]]></category>
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					<description><![CDATA[Leserbrief von Simon Niederleig in der FAZ vom 17.08.2005.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Leserbrief von Simon Niederleig in der FAZ vom 17.08.2005</strong>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="733" height="1024" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/FAZ_17Aug05_Scan-733x1024.jpg" alt="" class="wp-image-53" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/FAZ_17Aug05_Scan-733x1024.jpg 733w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/FAZ_17Aug05_Scan-215x300.jpg 215w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2022/06/FAZ_17Aug05_Scan.jpg 744w" sizes="(max-width: 733px) 100vw, 733px" /></figure>
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