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		<title>Apokalypse ist kein Lutschbonbon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Gastautor]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2023 09:12:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Gastbeitrag in Replik auf den Blogbeitrag  "Einer von tausend Chemtrails" stellt Harald Schmand die großen Fragen: Was kann ich wissen? Und was soll ich heutzutage noch glauben?
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<p><strong>Als Gastbeitrag in Replik auf den Blogbeitrag &#8222;<a href="https://zitronenmarmela.de/2023/09/12/einer-von-tausend-chemtrails/">Einer von tausend Chemtrails</a>&#8220; stellt Harald Schmand die großen Fragen: Was kann ich wissen? Und was soll ich heutzutage noch glauben?</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Apokalypse_ist_kein_Lutschbonbon-1024x682.png" alt="" class="wp-image-873" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Apokalypse_ist_kein_Lutschbonbon-1024x682.png 1024w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Apokalypse_ist_kein_Lutschbonbon-300x200.png 300w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Apokalypse_ist_kein_Lutschbonbon-768x512.png 768w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/09/Apokalypse_ist_kein_Lutschbonbon.png 1280w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Pass auf, was du schluckst!</figcaption></figure>



<p><em>Von Harald Schmand.</em><br></p>



<p>Apokalypse ist kein Lutschbonbon und deshalb bleiben uns deren Offenlegungen, Offenbarungen und Ent-Täuschungen sozusagen im Halse stecken.<br><br>Was kann ich wissen und was soll ich heutzutage glauben? &#8222;Ich steh’ vor dir mit leeren Händen&#8220;, ist ein Kirchenlied von Huub Oosterhuis 1966 betitelt. &#8222;Von Zweifeln ist mein Leben übermannt&#8220; und ebenso stehen wir mit entleerten Händen und verstopftem Geist vor einer schieren Phalanx diverser &#8222;Berichterstattungen&#8220;.</p>



<p>Aber wer schon über fünfzig Lenze zählt, hat meist eine Lebenserfahrung – und diese ist der zuverlässigste Ratgeber, weil wir sie in Eigenverantwortung errungen haben.</p>



<p>Ich persönlich habe mir beim Blick in meine eigene Tränenschale klargemacht: Die Intuition ist der eigentliche Lehrmeister der Wahrheit. Wir Menschen haben insbesondere die Gabe, intuitiv wissen zu können, wann und durch wen wir verarscht werden.</p>



<p>Massenmedien haben schon immer verarscht, unterhalten und verschleiert – das konnte jeder spüren und im Grunde hat es auch jeder gewusst. Denn genau dafür wurden die zur Masse formenden Medien erfunden.</p>



<p>Solange unser Teller mit dieser klar definierten Suppe gefüllt war, hat man aus bequemlicher Gutherzigkeit, wie selbstverständlich die propagierten Convenience-Weltbilder geschluckt. Wir waren alle schon einsam genug. Wir haben uns die Familien und Freundschaften durch den gesellschaftlichen Mainstream und dessen Geschäftigkeit weiter zerschlagen lassen. Es war halt für uns hart arbeitende Beschäftigte einfacher, gesellschaftlich eingebunden zu sein. Und um das auch zu bleiben, hat man eben die gängigen Narrative adaptiert. Flacherdler, 9-11-Verschwörer, Klimaleugner, Mondlandeskeptiker und AfD-Versteher wurden in der Blockbuster-Gesellschaft schnell noch einsamer.</p>



<p>Mein Mathelehrer sagte einst: „Frauen, die durch Null teilen, kriegen keinen reichen Mann“. Ich, als sensibler Mann, konnte das nie richtig glauben, weil nullteilende Frauen in Sachen Fortpflanzung doch oft deutlich besser dastehen.</p>



<p>Die Wissenschaft sollte angeblich zwar nichts einfach behaupten, aber Definitionen sind doch die Königinnenmacher der Mathematik schlechthin. Mein promovierter Mathelehrer blieb übrigens lebenslang unverheiratet, obwohl er vorher sogar bei NASA gearbeitet hat. Auch Mathelehrern sollte man also nicht alles glauben.</p>



<p>Die Welt der natürlichen Zahlen ist einfacher zu verstehen als Mengenlehre oder Geometrie, weswegen das alles auch nur bis zur dritten Klasse unterrichtet wird. Geometrie und Mengenlehre sind eher philosophische Gebilde, vieles davon ist ja eine Ansichtssache.</p>



<p>Es stellt sich also die zentrale Frage, was wurde uns angelernt, beziehungsweise anerzogen, und was wissen wir wirklich?<br><br>Meine These: Wir wissen nur das wirklich, in das wir unser Vertrauen hineinzulegen bereit sind, wo wir lieben dürfen und wachsen können.</p>



<p>Wer seine Sinne schärft und eine gewisse Lebenserfahrung mitbringt, spürt ganz von selbst, wo er verarscht wird. Versicherungen kauft man nur vom Versicherungsvertreter des Vertrauens, dessen Mikromimik Authentizität vermittelt. Ich glaube nur Versicherungsvertreten, die selbst an die Versicherungen glauben – obwohl sie etwas vertreten, was sie persönlich nicht versichern, sondern ihr Arbeitgeber.</p>



<p>In Zeiten der Apokalypse, welche übersetzt so viel wie Offenbarung/Offenlegung, also Endzeit mit Paradigmenwechsel bedeutet, müssen wir die Zusammenbrüche der bislang geglaubten Erzählungen und alternativen Sichtweisen, durch den wahrhaftigen Blickwinkel der Intuition erfassen. Was anderes bleibt uns nicht übrig.</p>



<p>Der schulisch indoktrinierte Materialismus der bunten Atomkugelmodelle kommt hier unweigerlich an ein Ende, wenn unser fassbares Sein mehr mit Frequenzen und leerem Raum, Offenheit und manifestiertem Bewusstsein konfrontiert wird. Quantenphysik, und ihre dramatischen philosophischen Implikationen, wurde nur zum Weghören unterrichtet und allgemein miserabel vermittelt.</p>



<p>Die Mathematik der Zahlen blieb in der Schule spirituell nichtssagend, während der Blick auf deren Geometrie und dimensionale Verwobenheit vieles erhellen würde und erstes metaphysisches Interesse wecken könnte. Die Natur ist in die Geometrie der Primzahlen getaktet und nicht durch ein ganzzahliges, kartesianisches Raster determiniert. Diese mechanistischen Rechen-Raster entstanden aus dem Ebenmaß der artifiziellen Zeitmessung und dem Finanzwesen und nicht aus der Natur. Schon allein die Begrifflichkeit „Natürliche Zahlen“ ist maximal irreführend.</p>



<p>Gibt es das Böse? Das Gute? Die Vernunft? Was ist im Begriff Gott verborgen oder mit Licht gemeint?</p>



<p>Selbst die nähere Betrachtung des Begriffs „Wahrheit“ spiegelt uns nur ein Kaleidoskop voller Verballhornungen.</p>



<p>Wir wissen nur das wirklich, was wir tatsächlich sinnlich erkennen können und was Auswirkungen auf uns hat. Wahre Aussagen sind Aussagen, die wir sehen und spüren können. Alles andere ist Blendwerk und eine Suggestion im Informationsnebel.</p>



<p>Wahr und durch unsere Gefühle gedeckt:<br><br>&#8211; Die Regierung lügt.<br><br>&#8211; Altparteien-Politiker sind skrupellose Marionetten einer globalen Schattenregierung, welche die Menschen als bloße Nutztiere sieht.<br><br>&#8211; Staaten sind Steuer(ungs)gebilde und deren Ausprägung als &#8222;westliche Demokratien&#8220; sind komplexe Illusionen mit entsprechender Bühnenshow.<br><br>&#8211; Militärtechnik und Waffensysteme sind viel weiter entwickelt, als es den Menschen bislang gezeigt wird.<br><br>&#8211; Nationale Geheimdienste wissen mehr als die Bevölkerung des jeweiligen Landes.<br><br>&#8211; Verdeckte Geheimdienstoperationen schaden der eigenen Bevölkerung, wenn es den Finanz- und Machtinteressen der versteckten Eliten nutzt.</p>



<p>&#8211; Es gibt Hierarchien geheimer Information zur weiteren Chiffrierung.</p>



<p>Durch eigene lebensweltliche Erfahrungen und Intuition kann diese kurze Auflistung beliebig fortgeführt werden.<br><br><br>Unwahr ist, was in unserem Empfinden Skepsis hervorruft:<br><br>&#8211; Jegliche Formen des „Faktenchecks“, weil diese „Fakten-Aussagen“ medial nachgeordnet werden.<br><br>&#8211; Eine reduzierte Kausallogik, welche die Phänomene strukturell auftauchender Effekte einer höheren geometrischen Verwobenheit leugnet.</p>



<p><br>Fazit:<br><br>Logik ist eben keine lineare Kausalität, sondern ein strukturell eingebetteter Effekt des Erkennens und Empfindens. Somit ist Logik mathematisch manipulierbar.</p>



<p>Wahrheit entsteht durch Wahrnehmung. Den echten Freunden und den Menschen, die man liebt, sollte man vertrauen, weil die Empfindung die Echtheit erspürt.</p>



<p>Selbst die schon in der Schule eingepflanzten Mem-Programmierungen können mittels einer sich bewusst werdenden Inventur durch Intuition aufgelöst werden. Die waffentaugliche Psychologie unseres in den Schulen erlernten Schläfer-Wissens kann überwunden werden.</p>



<p>Liebe ist das Echtheitszertifikat, das zuletzt alle Täuschungen überwindet und eine neue Sicht kreiert. Gerade bei viel beschulten Zeitgenossen und Rhetorikern, die sich rundes gerade reden können, ist die Gefahr der Fremdbestimmung und bösartigen Täuschung bislang noch am größten.</p>
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		<title>Mehr Verschwörungsbewusstsein ist nötig</title>
		<link>https://zitronenmarmela.de/2023/08/20/mehr-verschwoerungsbewusstsein-ist-noetig/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin M. Mohrlieb]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Aug 2023 14:02:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Martin M. Mohrlieb über die Offensichtlichkeit von Verschwörungen in Politik und Gesellschaft. Und über die Konsequenzen, die sich für Politiker, Journalisten und jeden demokratisch gesinnten Bürger daraus ergeben.]]></description>
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<p><strong>Martin M. Mohrlieb über die Offensichtlichkeit von Verschwörungen in Politik und Gesellschaft. Und über die Konsequenzen, die sich für Politiker, Journalisten und jeden demokratisch gesinnten Bürger daraus ergeben.</strong></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="640" height="360" src="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/08/freemason-6547981_640.png" alt="" class="wp-image-821" srcset="https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/08/freemason-6547981_640.png 640w, https://zitronenmarmela.de/wp-content/uploads/2023/08/freemason-6547981_640-300x169.png 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /><figcaption class="wp-element-caption">Freimaurersymbole. / Bild: Ti_ auf pixabay.com / Lizenz: Pixabay Inhaltslizenz</figcaption></figure></div>


<p><br><em>Von Martin M. Mohrlieb</em> </p>



<p>Es ist bereits ein Allgemeinplatz: Deutschland hat nicht nur ein Politikerproblem, sondern ein umfassendes Elitenproblem. Das ist leicht zu erkennen, wenn man sich die Äußerungen von Kirchen-, Verbands- und Firmenleitungen zur Dauerkrise seit 2013 anschaut. Nicht mal mehr vermeintlich politikferne Firmenchefs trauen sich noch, die von der etablierten Politik hausgemachten Ursachen in der Energie-, Corona-, Migrations- und Fiskalpolitik wirklich beim Namen zu nennen. Zu viele rosa Elefanten stehen im Raum, die allesamt elegant rhetorisch umschifft werden müssen. Denn jede klare Problemanalyse würde heute &#8222;Wasser auf die Mühlen der Rechten&#8220; bedeuten, was einer Todsünde im Land der rot-grünen Prüderie gleichkäme.</p>



<p>Über die Gewerkschaftsbosse lohnt es sich hier kaum noch ein Wort zu verlieren. Schon seit Jahrzehnten hat man sich damit abgefunden, dass ihnen die &#8222;Internationale der Großkonzerne&#8220; und sämtliche Projekte der Volkserziehung mehr am Herzen liegen, als die tatsächliche Vertretung von Arbeitnehmerinteressen.</p>



<p>Doch nicht nur die &#8222;Eliten&#8220; der Wirtschaft versagen bei der Vertretung ihrer ureigensten Interessen in gravierender Weise. Auch die Kirchenführer in Deutschland trauen sich nicht mehr, ihre ureigensten &#8222;Geschäftsinteressen&#8220; zu wahren. Statt Versöhnung und Einheit zu predigen – welche unsere Zeit so nötig hätten – predigen sie Spaltung und Ausgrenzung. Mal geht es gegen die Ungeimpften, mal gegen AfD-Mitglieder. Und mindestens durch ihr dröhnendes Schweigen erteilt die Amtskirche heute auch wieder Waffenlieferungen ihren Segen.</p>



<p>Das Versagen der nominalen &#8222;Eliten&#8220; reicht dabei heute hinab bis in den kleinsten Hühnerzüchterverein. Lieber profilieren sich die Vorstände solcher Vereine mit &#8222;Genderfragen&#8220; und dem &#8222;Kampf gegen rechts&#8220;, als sich um das schnöde Wohlergehen des lieben Federviehs zu kümmern, wie es ihre satzungsgemäße Aufgabe wäre.</p>



<p>Sämtliche öffentliche Institutionen gerieren sich in dieser Art heute als kleine Propagandaaußenstellen eines auf seltsame Art verbackenem Altparteienamalgams. In einer solchen Situation müsste eigentlich jeder Journalist zum eifrigen Verschwörungstheoretiker mutieren und der Frage nachjagen, wie es zu so einer weitgehenden Gleichschaltung einstmals antagonistischer Parteien und Gesellschaftsmilieus kommen konnte. Doch viel zu oft sind die &#8222;freien&#8220; Journalisten selbst Teil von Netzwerken, Zirkeln und knallharten Lobbygruppen wie der &#8222;Atlantikbrücke&#8220;, wodurch sich Recherchen und Veröffentlichungen in diese Richtung verbieten. Wer eben selbst Verschwörungs-Praktiker ist, der taugt nicht zum &#8222;Verschwörungstheoretiker&#8220;.</p>



<p>Es widerspricht dabei doch jeder geschichtlichen Erfahrung anzunehmen, dass es heutzutage gar keine Verschwörungen mehr geben sollte. Das &#8222;Hinterzimmer&#8220; ist um Jahrhunderte älter als jede parlamentarische Demokratie. Die einzige Frage, die sich im Zusammenhang mit Verschwörungen stellt, lautet deshalb doch: Wie viele Verschwörungen gibt es, und welche? Dass es gelungen ist, derartige Fragestellungen mit dem simplen Schmähbegriff &#8222;Verschwörungstheoretiker&#8220; zu tabuisieren, kann man als propagandistische Meisterleistung zwar bewundern, jedoch muss man dieses Vorgehen als demokratisch gesinnter Bürger zugleich zutiefst verabscheuen.</p>



<p>Es spricht Bände, dass beispielsweise die <a href="https://youtu.be/R5VoOr7XRHQ" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Verflechtungen zwischen Friedrich Merz, BlackRock und den Grünen</a> nicht von Journalisten, sondern von einer echten Oppositionspolitikerin – namentlich Beatrix von Storch – aufgedeckt wurden. Die Verfilzung zwischen Wirtschaft und Politik steht dabei erst seit wenigen Jahren auf der Tabu-Liste der Mainstreamjournalisten. Wer mehr als 30 Lenze zählt, kann sich vermutlich noch erinnern, dass derartige Themen einstmals im SPIEGEL jeden zweiten Artikel bestimmten. Heute würden solche Dinge im Mainstream nur noch thematisiert, wenn sie die einzig echte Oppositionspartei beträfen, wo sich allerdings in dieser Hinsicht nichts finden lässt.</p>



<p>Während die Verflechtungen zwischen Großindustrie und Regierungspolitik aber erst in neuerer Zeit aus dem journalistischen Blickfeld verschwinden, gibt es eine Reihe von Institutionen, die auf geradezu magische Weise schon lange der publizierten Öffentlichkeit im Mainstream entzogen sind: Es sind all jene Bünde, Logen und Organisationen, in denen sich ohnehin mächtige und wohlhabende Leute zusammenschließen, um explizit &#8222;hinter den Kulissen&#8220; noch &#8222;wirksamer&#8220; – also mächtiger – zu sein.</p>



<p>Das Recht, sich abgeschieden von der Öffentlichkeit zu treffen, soll hier auch für reiche Menschen natürlich nicht in Abrede gestellt werden. Womit man sich als Bürger allerdings nicht abfinden sollte, sind Journalisten, die es nicht für nötig halten, investigativ zu erforschen und kritisch zu hinterfragen, was derlei Reiche und Mächtige meinen, hinter verschlossenen Türen über unser aller Schicksal beschließen zu dürfen. Denn der Grundgedanke derartiger Vereine ist bestenfalls als institutionalisierter Filz, als eine Art &#8222;Vitamin B&#8220; per Mitgliedsausweis, zu beschreiben.</p>



<p>Schärfer formuliert kann man Bünde wie Freimauer und Rotarier auch als &#8222;spartenübergreifende Kartellbildung&#8220; oder &#8222;politik- und wirtschaftsübergreifende Seilschaften&#8220; bezeichnen. Bis zu einem gewissen Grad wären aber selbst solche Seilschaften legal und sogar legitim. Ob aber nicht nur die Grenzen der Gesetzgebung, sondern auch die des guten Geschmacks und des Anstands, von solchen Bünden gewahrt werden, sollte von politischen Journalisten mit intaktem Berufsethos aber doch laufend hinterfragt werden.</p>



<p>Es besteht nämlich die völlig realistische Gefahr, dass derlei Bünde nicht nur den Parlamentarismus hintertreiben, indem sie nominal konträre Parteien &#8222;steuern&#8220;, sondern auch die Gewaltenteilung hintergehen, indem sie die Fraternisierung der antagonistischen Amtsträger hinter den Kulissen befördern. Wenn selbsternannte private Elite-Organisationen wie das &#8222;WEF&#8220; sich anmaßen, die &#8222;Jungen Globalen Führer&#8220; von morgen ausbilden zu können, und sich unverhohlen damit brüsten, in vielen westlichen Parlamenten bereits &#8222;eine Mehrheit ihrer Leute&#8220; (Klaus Schwab) installiert zu haben, müssen doch bei jedem echten Demokraten die Alarmglocken schrillen.</p>



<p>Doch wenn man heute öffentlich das Wirken von Machtzirkeln und Geheimgesellschaften wie Freimaurern und Rotaryern kritisiert, so wird einem schnell das &#8222;Totschlagargument&#8220; entgegengeschleudert, dass schon die Nazis die Freimaurer verboten und verfolgt hätten. Unterschlagen wird dabei gerne, dass die Nationalsozialisten selbst aus der DAP hervorgingen, die ihrerseits ein Projekt der bündischen Thule-Gesellschaft war. Also waren auch am Entstehen der NSDAP geheimbündlerische Strukturen maßgeblich beteiligt. Dieser Zusammenhang ist im Buch &#8222;Das Schwarze Reich&#8220; von E. R. Carmin sehr gut belegt. Und der Autor wirft in gleichen Buch auch die berechtigte Frage auf, warum das Zusammenspiel zwischen den Nationalsozialisten, der Thule-Gesellschaft und dem Okkultismus bis heute in der Geschichtsschreibung so stiefmütterlich behandelt wird.</p>



<p>Der Verweis auf Verbot und Verfolgung der Freimaurer durch die Nationalsozialisten ist aber auch in der Hinsicht ein Strohmann-Argument, dass heute niemand ernsthaft das Verbot oder gar die Verfolgung solcher Organisationen fordert. Es geht um Aufklärung, nicht um Verbote und schon gar nicht um Verfolgung. Wem nämlich Demokratie und Rechtsstaatlichkeit wirklich am Herzen liegen, der sollte sich nicht damit abfinden, dass die Aufklärung über solche bedenklichen Machenschaften tabuisiert werden soll. Wenn irgendwo journalistische Neugier wirklich angebracht ist, dann doch wohl in der Frage, was in den Hinterzimmern der Reichen und Mächtigen so gedacht und für die Gesellschaft geplant wird.</p>



<p>Alternative Parteien, die es mit der Sanierung unseres demokratischen Gemeinwesens ernst meinen, sollten daher auch vor diesem Tabuthema nicht zurückschrecken. Die Abfrage von Mitgliedschaften in Geheimbünden und -gesellschaften muss zwingend auch für die Transparenzregeln der staatlichen Parlamente gefordert werden; inklusive der zugehörigen Sanktionierung von Falschangaben. Und die Frage nach Mitgliedschaften in Geheimbünden und -verbindungen sollte auch verpflichtend an all jene Personen gerichtet werden, die sich in alternativen Parteien um politische Ämter bewerben. Denn in unserer gesamten Gesellschaft ist wesentlich mehr Verschwörungsbewusstsein nötig, um sicherzustellen, dass unser Gemeinwesen nicht durch ein Geheimwesen gesteuert wird.<br><br><br><em>&#8212;<br>Über zitronenmarmela.de informiert bleiben?<br>Folgen Sie unserem neuen Co-Redakteur <a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=100084707071690" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Martin M. Mohrlieb auf Facebook</a>!</em></p>
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